Deutsche Autobauer feiern in Detroit das große Aufatmen. Die mageren Jahre scheinen vorbei. Daimler präsentiert die stark geliftete C-Klasse, BMW den 6er. VW baut ein eigenes US-Modell namens Passat - und der kostet soviel wie ein Golf in Deutschland.
Hauen und Stechen auf den Automärkten der Welt, auch in den USA. Die deutschen Hersteller finden hier einen widrigen Markt vor. Doch Schadenfreude über die Krisen von General Motors und Chrysler wollte bei den Deutschen nicht aufkommen. Stattdessen freute sich Daimler-Chef Dieter Zetsche jetzt beim Neujahrsempfang am Vorabend der Detroit Motor Show über das «Durchbruchjahr 2010» und darüber, dass die US-Autoindustrie wieder in ihre Spur zurück gefunden habe. «Für 2011 erwarte ich ein exzellentes Jahr», stellte Zetsche in Aussicht.
Die Stimmung in Detroit ist vorsichtig optimistisch, doch auf dem Weg zum Licht am Ende des Tunnels herrscht dichtes Gedränge. Neben Mercedes will auch Audi mehr Oberklasse-Kunden in den USA gewinnen und feiert in Detroit die Weltpremiere der neuen A6-Generation.
Spätestens 2018 will VW in den USA 800.000 Fahrzeuge verkaufen, dazu noch 200.000 Audis pro Jahr. 2010 haben die Wolfsburger in den USA knapp 257.000 Autos abgesetzt, für 2011 werden 300.000 Verkäufe erwartet. Allein der neue Passat soll in den kommenden sieben Jahren eine Million amerikanischer Käufer finden.