Autojahr 2011 Luft nach oben

Autojahr 2011 (Foto)
Das Interesse an Hybridautos wächst. Ein Grund: Im Jahr 2010 sind mit Modellen wie dem Toyota Auris Hybrid - hier im Bild - kombinierte Elektro-Verbrennungs-Antriebe in der Kompaktklasse angekommen. 2011 soll es weitergehen. Bild: dpa

Deutschland auf dem Vormarsch: Die heimischen Autobauer warten im kommenden Jahr mit einer Modelloffensive auf. Asiaten und Amerikaner haben ihre Hausaufgaben nur zum Teil gemacht. Ein Ausblick auf die Trends des Jahres 2011.

Gerade die Premiumhersteller hatten im abgelaufenen Jahr 2010 gut lachen. Die internationalen Verkäufe stiegen in den strahlend blauen Autohimmel und Quartalsergebnisse ließen die Vorstände durchweg frohlocken. Doch der Hauptgrund für gute Stimmung und lachende Geschäftsbücher ist in erster Linie die große Autonachfrage in China, den USA und dem mittleren Osten. In Zentraleuropa und speziell Deutschland ist der Markt nach trägen Jahren immer noch nicht recht angesprungen. Das soll sich 2011 ändern.

Genug neue Fahrzeuge, die Lust auf das Thema Auto machen, sind 2011 da. Ford Focus, Audi A6, BMW 1er / 3er, Mercedes ML, B-Klasse oder die neue kleine VW-Familie dürften die strahlenden Zugpferde sein. Einer der wichtigsten Stimmungsmesser ist direkt am Jahresanfang die NAIAS in Detroit. Hier wollen nicht nur Amerikaner und Koreaner, sondern insbesondere die deutschen Hersteller die Muskeln spielen lassen.

Autojahr 2011
Aufsteiger und Nachzügler

Für die Japaner dürfte es 2011 spannend werden. Sie sollten nach Jahren der automobilen Nippon-Lethargie endlich wieder aus ihrer kaum nachvollziehbaren Schockstarre erwachen. Ende des Jahres 2011 haben sie mit der Tokio Motorshow wieder die zweijährliche Leistungsschau im eigenen Lande. So eine peinliche Vorstellung wie im Herbst 2009 käme einer Kapitulation gleich. Noch wichtiger als die Automesse in Tokio sind jedoch die Großevents in Genf (März), Frankfurt (September) und besonders Shanghai (April). Die Chinesen lassen mehr denn je ihre Muskeln spielen und veranstalten ihre Vorzeigemesse parallel zur aufstrebenden Motorshow in New York im April.

Gelingt den Amerikanern ein Comeback?

Es sieht so aus, als würden die amerikanischen Autohersteller in 2011 so langsam wieder auf die Reifen kommen. Ford blickt besonders mit dem neuen Weltauto Focus hoffnungsvoll ins neue Jahr und auch General Motors scheint das schwerste hinter sich gelassen zu haben.

Der Volkswagen-Konzern hat 2011 ein besonders wichtiges Jahr vor sich. Das wichtigste Modell dürfte die New Small Familiy werden, die in den nächsten Jahren dann auch auf die anderen Konzernmarken ausgerollt wird und noch unter dem Polo positioniert ist. Die New Small Familiy wird verschiedene Modelle bieten, die von kleinen Zwei- und Dreizylindern, aber auch Elektro- und Hybridmotoren angetrieben werden.

Schwerer dürfte es 2011 für die Dieselfahrzeuge werden. Denn die ebenso effizienten wie leistungsstarken Turbobenziner sind günstiger und für Laufleistungen unterhalb der 25.000 Kilometer pro Jahr zumeist die bessere Alternative. Es sieht so aus, als sei der große Dieseltrend zumindest unterhalb der Mittelklasse vorbei. Auch Start-Stopp-Module, regenerative Bremsen und Doppelkupplungssysteme werden sich klassen- und herstellerübergreifend in Szene setzen. Die meisten Hersteller werden sich mit günstigen Verbräuchen und neuen Fahrerassistenzsystemen allein jedoch kaum in die Köpfe der Autokäufer bringen können. Mehr denn je entscheidet zukünftig das Image.

Erfahren Sie mehr über die Modelle des Autojahr 2011 in unserer Bilderstrecke.

sgo/news.de/pi

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