Neuwagen im Internet Freude am Sparen

Wie geil ist Geiz? (Foto)
Natürlich sind die Premiummarken, wie BMW und Mercedes keine Sparmodelle. Für das BMW 1er Cabrio 118i gab es in diesem Jahr im Durchschnitt nur 13,65 Prozent Rabatt. Bild: pi

Die Rabatte im Autohandel sind auch nach der Abwrackprämie stabil: Kunden konnten im Laden und im Netz auch 2010 noch ordentliche Abschläge auf den regulären Listenpreis aushandeln. 2011 jedoch werden die Vergünstigungen schrumpfen.

Laut Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer waren Neuwagen noch nie so günstig wie in diesem Jahr. «Wir haben Spitzenwerte von 32 Prozent bei den Rabatten beobachtet», sagt der Autoexperte der Universität Duisburg-Essen. Aber damit sei im nächsten Jahr nicht mehr zu rechnen, weil die Nachfrage nach Neuwagen wieder steigen werde. Zur gleichen Prognose kommt Alexander Bugge vom Neuwagen-Portal Meinauto.de: «Die Nachfrage im Inland könnte für deutsche Hersteller weit besser sein. Doch durch die gute Auftragslage auf dem Weltmarkt herrscht kein Druck, den Vertrieb im deutschen Markt mit verkaufsfördernden Aktionen zusätzlich anzufeuern.» Der Kunde muss sich also eher wieder auf steigende Preise und sinkende Rabatte einstellen.

Neuwagen im Internet
Satte Rabatte

Der Marktführer marschiert voran. Volkswagen wird noch im Dezember den Verkauf seiner Team-Sondermodelle - außer VW Tiguan - einstellen. Sie boten einen durchschnittlichen Preisvorteil von 2690 Euro. Gleichzeitig sollen die Preise für alle Volkswagen zu Weihnachten um ein bis zwei Prozent erhöht werden - bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr. Das kann den Kunden ziemlich kalt lassen, da laut Marktbericht von Meinauto.de viele Modelle von Polo, Golf, Passat über Tiguan bis Touran mit durchschnittlich 14 Prozent Rabatt im Internethandel angeboten werden.

Opel Corsa ist Rabattkönig

Die höchsten Rabatte gab es im November für einen Opel Corsa Selection 1.2 Ecoflex mit 23 Prozent, gefolgt von dem Opel Astra Selection 1.4 Ecoflex mit 22 Prozent und dem Ford Fiesta 1.25 mit 20 Prozent. Dahinter liegen der Seat Ibiza 1.2 mit 20, der Renault Megane Authentique 1.6 mit 19 und der Opel Meriva Selection 1.4 Ecotec mit ebenfalls 19 Prozent Rabatt. BMW bietet den 116i, den 118i Cabrio, 318i Limousine und den 318i Touring immer noch 13 Prozent unter Liste an.

Die Premiummarken Mercedes und BMW bieten traditionell die niedrigsten Rabatte. Obwohl in diesem Segment weniger Prozente eingeräumt werden, ist das Einsparpotenzial in der Mittelklasse naturgemäß deutlich höher als bei den Klein- und Kompaktwagen - wenn man es in Euro misst. Beim Kauf eines BMW 530d spart man durch den Rabatt 5700 Euro. Ein Audi A6 Avant 2.0 TFSI verbilligt sich um 5500 Euro und der Käufer eines Mercedes-Benz E 200 CDI Blueeffiency spart immer noch fast 4000 Euro gegenüber dem regulären Listenpreis.

Gefragt sind Golf und Opel Astra

Interessant auch, wo die Interessen der potenziellen Kunden liegen. Die Kompaktklasse ist immer noch das Maß aller Dinge. Der Golf wurde im November von den Usern 32.279 Mal für Preisvergleiche herangezogen - gefolgt vom Opel Astra (13.225 Mal), dem Skoda Octavia Combi (12.912) und dem VW Tiguan (11.418). Bei den SUVEin Sport Utility Vehicle (SUV) ist ein Pkw, der zwar den Komfort einer Limousine bietet, jedoch mit einer Geländegängigkeit und einer Karosserie ausgestattet ist, die einem Geländewagen ähnelt. setzt sich der bekannte Trend fort: Ihr Anteil am gesamten Fahrzeugbestand steigt weiterhin kontinuierlich.

Doch während in den Offline-Autohäusern deutsche Modelle besonders gefragt sind, sind es im Internet vor allem die der Importeure. Die Japaner finden sich denn auch in der Hitliste der höchsten Rabatte ganz vorne. Auf Platz eins der Honda CR-V 2.0 i-VTEC mit fast 22 Prozent Rabatt, gefolgt vom Nissan Qashqai 2.0 mit 21 Prozent. Für den Ford Kuga 2.0 TDCi gab es 18 Prozent und für den Toyota RAV4 2.0 Valvematic immerhin noch 15 Prozent Rabatt.

Die höchsten Markanteile erreichten im November die deutschen Hersteller. Allen voran VW mit dem Tiguan 1.4 TSI mit 3601 Zulassungen, BMW mit dem X1 sDrive 118d mit 2617 Zulassungen und Audi mit dem Q5 2.0 TDI quattro wurde 2498 zugelassen. Erst dann folgt das derzeitige japanische Erfolgsmodell, der Nissan Qashqai 2.0 mit 2484 Zulassungen.

Erfahren Sie mehr über die erfolgreichten Modelle und ihre Rabatte in unserer Bilderstrecke.

bok/sgo/news.de/pi

Leserkommentare (3) Jetzt Artikel kommentieren
  • Pazifiko
  • Kommentar 3
  • 02.07.2012 22:38

In einer Schmarotzerrepublik ist Diesel billiger als Benzin bei gleichem Volumen, obwohl Energiedichte von Diesel sowie Kohlendioxidanteil nach dessen Verbrennung gegenüber gleichem Volumen Benzin größer sind. Außerdem entstehen bei Verbrennung von Diesel mehr gesundheitsschädigende Stoffe. Diesel dürfte nur für Gütertransport und öffentlichen Personenverkehr günstiger besteuert werden. Für Pkw hingegen müssen bei Besteuerung verschiedener Kraftstoffarten gleiche Bedingungen gelten. Dieselbetriebene Pkw sind zwar in der Anschaffung teurer, profitieren dafür aber ja vom günstigeren Verbrauch!

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  • Pazifiko
  • Kommentar 2
  • 02.07.2012 22:36

Eine Schmarotzerrepublik ist eine Republik, in der z.B. ein Arbeitnehmer, der in ein Kfz aus heimischer Produktion viel Geld investiert hat, um damit zur Arbeit zu fahren zwecks Einkommen für sich und seine Familie und nebenbei auch den Staat (Steuerabgaben), nach einem Totalschaden keine Steuererleichterung zur Abmilderung noch bestehender Restfinanzierung erfährt, während sogar Bezieher von staatlichen Fürsorgemitteln Prämien im Rahmen eines Konsumpaketes zur Förderung der nationalen Wirtschaft bekommen, mit der sie sich letztlich doch nur billige Vehikel aus Niedriglohnländern finanzieren!

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  • Pazifiko
  • Kommentar 1
  • 24.06.2012 11:55

Würde Arbeitnehmern eine angemessene Entfernungspauschale gezahlt, dann würden viele eher für ein teureres Kfz aus deutscher Produktion optieren. Auch sollten Arbeitnehmer in jedem Fall eines Unfalles steuerlich entlastet werden, was leider nicht immer geschieht. Bei Totalschaden bleibt den Geschädigten oft keine andere Wahl als sich für ein billiges Kfz aus Niedriglohnländern zu entscheiden. Auf der Strecke bleiben die deutschen Autobauer, allen Bemühungen umweltfreundlichere Kfz zu bauen zum Trotz. Die Staatsführung begreift nicht, dass sie sich somit langfristig selbst das Wasser abgräbt!

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