Verschreibungspflichtige Medikamente sind für zahlreiche Verkehrsunfällen verantwortlich. Das besagt eine Studie aus Frankreich. Dafür wurden 72 000 Unfälle aus den Jahren 2005 bis 2008 ausgewertet.
Paris (dpa) - Verschreibungspflichtige Medikamente sind für zahlreiche Verkehrsunfällen verantwortlich. Das besagt eine Studie aus Frankreich. Dafür wurden 72 000 Unfälle aus den Jahren 2005 bis 2008 ausgewertet.
Wer sich nach der Einnahme rezeptpflichtiger Arzneien ans Steuer setze, habe ein deutlich höheres Risiko, selbstverschuldet zu verunglücken, berichten die französische Forscherin Ludivine Orriols und Kollegen im Journal «PLoS Medicine». In Frankreich gehen laut Studie mehr als drei Prozent aller Verkehrsunfälle auf verschreibungspflichtige Medikamente zurück. Allerdings gebe es auch Mittel, die die Verkehrstüchtigkeit nicht beeinträchtigten.
Für die Studie werteten die Forscher Daten über mehr als 72 000 Unfälle aus den Jahren 2005 bis 2008 aus. Sie empfehlen Ärzten und Apothekern, Patienten besser über mögliche Gefahren verschreibungspflichtiger Medikamente aufzuklären. Insgesamt gibt es im Nachbarland vier Kategorien für Medikamente. Sie reichen von 0 (kein oder vernachlässigbares Risiko) bis drei (großes Risiko).
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