Automatische Notbremsung und Fußgänger-Erkennung: Volvo hat es vorgemacht, jetzt bewegt sich auch BMW. Das Auto der Zukunft könnte Crashs verhindern und zur Not selbst an den Straßenrand fahren. News.de gibt einen Ausblick auf das Fahren von morgen.
Wenn in Hollywood auf dem Highway mal wieder die Hölle los ist, freuen sich die Zuschauer auf spannende Verfolgungsjagden. Der Held versucht seine Verfolger abzuschütteln, doch die schließen auf und versuchen ihn von der Straße zu drängen. Krachend wird das Helden-Auto gerammt, Blech knarzt und Splitter fliegen durch die Luft. Der gewalttätige Annäherungsversuch ist erst dann vorbei, wenn eines der beiden Autos spektakulär von der Piste fliegt und in einem Feuerball explodiert.
Wenn die Bösewichter in einem BMW sitzen, könnte das Rammen in Zukunft schwierig werden. Tatort Fürstenfeldbruck: Auf dem ehemaligen Flughafengelände fahren ein 5er und ein X5 nebeneinander her. Plötzlich zieht der X5 zur Seite - offenbar hat der Fahrer nicht richtig in den Rückspiegel geschaut - und nähert sich gefährlich schnell der Limousine. Deren Pilot sieht eine Warnung im Instrumentenbrett, gleichzeitig spürt er im Lenkrad einen Lenkimpuls nach links. Und auch der X5 wird automatisch wieder auf seine Spur zurückgeführt. Für den Fahrer fühlt sich das an, als halte jemand gerade sein Lenkrad fest.
Der Abstandsregler ist erst der Anfang
Die Fülle der Sensoren in modernen Autos in Verbindung mit elektromechanischer Servolenkung macht aber noch mehr möglich. Den Abstandsregeltempomaten ACC gibt es bereits bei vielen Automarken. Die BMW-Ingenieure wollen das System zum Kolonnen-Assistenten ausbauen. Der kann nicht nur den Abstand halten, sondern auch automatisch mitlenken und damit dem Vordermann auf Schritt und Tritt folgen. Ob das Ganze auch im echten Verkehr mit vielen Störfaktoren funktioniert, bleibt abzuwarten. «Zu enge Kurven können und sollen momentan noch nicht automatisiert durchfahren werden, da der Fahrer die Fahraufgabe nicht abgeben soll», heißt es bei BMW. Wann das System serienreif ist und was es kosten würde, verraten die Münchner nicht.
In einer Weiterentwicklung erkennt das System Fußgänger sogar, wenn sie von einem Hindernis verdeckt werden. Fußgänger oder Radfahrer müssten dazu einen Transponder bei sich tragen, dessen Signale vom Auto empfangen werden. Aus der Signallaufzeit zwischen Fußgänger und Empfänger berechnet der Computer dann ähnlich wie das Echolot einer Fledermaus die Entfernung. Rennt ein Schulkind plötzlich hinter einem Auto auf die Straße, könnte das System schon durch eine Notbremsung kurz davor den Unfall verhindern oder zumindest die Aufprallschwere mindern. Den Transponder könnten Kinder im Schulranzen tragen oder Jogger in ihren Turnschuhen.
Kinder und Senioren im Fokus der Forschung
Nicht nur unfallgefährdete Kinder, auch Senioren befinden sich im Fokus der Forscher. Da viele Menschen bis ins hohe Alter hinterm Steuer sitzen, erhöht sich die Gefahr von medizinischen Notfällen beim Autofahren. In einer Demonstration mit mehreren Autos zeigte BMW den Nothalteassistenten: Auf Knopfdruck fuhr der Wagen völlig autonom und mit eingeschalteter Warnblinkanlage an den Straßenrand, sofern kein anderes Auto mehr im Weg war, und blieb dort stehen. «Unser Ziel ist die kontrollierte, nicht die sofortige Ankunft auf dem Pannenstreifen. Selbst wenn alles frei wäre, würde das Fahrzeug schrittweise auf den Pannenstreifen fahren, um gefährliche Manöver zu vermeiden», sagt Projektleiter Peter Waldmann.
Der Knackpunkt des Systems liegt natürlich darin, dass die Technik einen Herzinfarkt oder sonstige Notfälle, bei denen der Fahrer die Kontrolle über das Auto verliert, erst einmal zuverlässig erkennen müsste. Dazu arbeiten die Forscher mit der Berliner Universitätsklinik Charité zusammen. Der Fahrer könnte ähnlich wie Astronauten einen Bio-Gurt tragen, der Puls, Blutdruck und andere Lebensfunktionen aufzeichnet.
Erfahren Sie mehr über die Assistenten der Zukunft in unserer Bilderstrecke.
Sehen Sie außerdem dazu den Videokommentar von news.de-Redakteur Sascha Gorhau.
also auf der Autobahn von A nach B DA wäre das schon längst überfällig, da kann man ja wirklich einen Compiuter ans Steuer lassen und bei einem Leitfahrzeug könnten wir kräftig sparen, aber das will man ja gar nicht, Alle müssen tanken.....................
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