Mitsubishi Outlander Großspurige Genügsamkeit

Genügsamer Riese (Foto)
Der Mitsubishi Outlander verfügt jetzt auch über ein sparsames, kraftvolles und vor allem selbst entwickeltes Dieselaggregat. Bild: pi

Mitsubishi gönnt dem Outlander einen neu entwickelten Dieselmotor mit 177 PS und variabler Ventilsteuerung. Die Technik im 2.2 DI-D 4WD verbindet geringen Verbrauch mit großer Durchzugskraft.

Im Gegensatz zum Crossovermodell ASX bietet Mitsubishi beim 4,64 Meter langen Outlander viel Großzügigkeit: bis zu 541 Liter Gepäck lassen sich unterbringen, die Fahrgastzelle ist großzügig, die Heckklappe zweigeteilt, sodass das Zuladen von Gepäck leicht bewerkstelligt werden kann.

Nur die dritte Sitzreihe fällt aus dem Rahmen. Die lässt sich nur mit viel Fummelei aufbauen. Obendrein bietet sie nur für Kinder ausreichend Platz.

Cockpit und Interieur des Outlanders sind zweckmäßig und robust, aber nicht besonders hübsch und von reichlich Hartplastik dominiert. Während Peugeot 4007 und Citroën C-Crosser - beide basieren auf dem Outlander - nur Dieselmotoren des PSA-Konzerns unter der Haube haben, ist der 2,2 Liter große und 177 PS starke Selbstzünder im Outlander eine Eigenentwicklung von Mitsubishi.

Mitsubishi Outlander
Diesel sparender Kraftprotz
Diesel sparender Kraftprotz (Foto) Zur Fotostrecke

Spritsparend durch drei Nockenprofile

Das Besondere ist die Mivec-Technologie, dahinter verbergen sich variable Ventilhübe und Steuerzeiten. Ermöglicht wird das durch drei verschiedene Nockenprofile - Nockenwellen steuern beim Motor die Öffnung der Ventile - die je nach Leistungsanforderung zum Einsatz kommen. Je nach Profil ändert sich die Befüllung der Zylinder mit Kraftstoff. Wenn zum Beispiel im unteren und mittleren Drehzahlbereich weniger Leistung gefragt ist, kann durch das entsprechende Nockenprofil die Treibstoffmenge klein gehalten werden. Bei Vollgas tritt das dritte Nockenprofil in Aktion, und es fließt mehr Sprit in die Zylinder. Unterm Strich wird der Verbrauch im Vergleich zu einem normalen Dieselmotor verringert.

Mitsubishi gibt für den Outlander 2.2 DI-D Mivec einen Durchschnittsverbrauch von 5,8 Litern pro 100 Kilometer an. Das sind 1,2 Liter weniger als bei den Dieselmotoren von Peugeot 4007 und Citroën C-Crosser und auch weniger als beim Hyundai Santa Fe, Kia Sorento oder Chevrolet Captiva. Leistungseinbußen muss man beim Outlander nicht hinnehmen, im Gegenteil - das 177 PS starke Aggregat mit seinem maximalen Drehmoment von 380 Newtonmetern hängt willig am Gas und liefert vor allem für Überholmanöver im dritten Gang einen kraftvollen Vortrieb.

In 9,7 Sekunden auf Tempo 100

Geschaltet wird mit einem gut abgestuften Sechsganggetriebe. Der Diesel ist nicht nur kraftvoll, sondern auch laufruhig. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h ist in 9,7 Sekunden absolviert, die Höchstgeschwindigkeit des Wagens beträgt 200 km/h. Mitsubishis neues Dieselaggregat steht für die Modelle Lancer und ASX auch in einer 1,8 Liter großen Variante mit 116 und 150 PS bereit. Der PSA-Diesel mit 156 PS bleibt übrigens ebenfalls für den Outlander lieferbar, weil es ihn optional mit Doppelkupplungsgetriebe gibt. Der Mitsubishi-Motor ist ausschließlich mit Handschaltung zu haben.

Das Fahrwerk des Outlanders ist komfortabel abgestimmt und federt Unebenheiten auf der Straße gut ab, allerdings ist in schnellen Kurven eine deutliche Wankneigung zu verzeichnen. Der Allradantrieb ist elektronisch mit einem Drehknopf an der Mittelkonsole zuschaltbar. Es gibt zudem eine Lock-Funktion, bei der die Antriebskraft in einem festen Verteilungsverhältnis von 50:50 an beide Achsen abgegeben wird.

Der Outlander 2.2 DI-D ist mit Frontantrieb ab 27.990 Euro zu haben, mit Allradantrieb werden es mindestens 31.990 Euro. Zum Serienumfang zählen neben Nebelscheinwerfern, Licht- und Regensensoren, elektrischen Fensterhebern und Außenspiegeln, CD-Radio, Klimaautomatik und Lederlenkrad mit Fernbedienungstasten auch Tempomat und ESPDas Elektronische Stabilitätsprogramm (ESP) verhindert in Kurven das Ausbrechen des Hecks oder der Vorderräder. Möglich wird dies durch das computergesteuerte Abbremsen einzelner Räder. .

Beim Modell «Intense» (34.990 Euro) wird die Ausstattung um eine Dachreling ergänzt, außerdem gibt es Bi-Xenon-Scheinwerfer mit Kurvenlicht, USB- und Bluetooth-Schnittstelle, hintere Parksensoren, CD-Wechsler, die ausklappbare dritte Sitzreihe und getönte Scheiben. Bei der Top-Ausstattung namens «Instyle» (38.690 Euro) sind zusätzlich noch beheizte Ledersitze und das Festplatten-Navigationssystem mit DVD-Spieler und Rückfahrkamera an Bord.

bok/ham/reu/news.de/pi

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