Plymouth Barracuda Der König der Muscle Cars

Shake it, Baby! (Foto)
Ein Cuda war auch rollender Bestandteil der Elite-Einheit der Polizei von San Francisco, der Wagen von Chefinspector Nash Bridges. Bild: pi

Dieser Raubfisch hat Zähne: Der Plymouth Barracuda war der potente Bruder des berühmten Dodge Challenger. Bei Sammlern steht er hoch im Kurs und Don Johnson setzte dem Muscle Car ein Denkmal.

Es ist heiß in Detroit, die Sonne brennt auf den Asphalt, und Steve Meehan startet seinen 1973er Plymouth Barracuda. Der bullige V8-Motor lässt das giftgrüne Coupé erzittern. Mit einem satten Brabbeln rollt der Barracuda auf die Woodward Avenue. Auf dieser berühmten Straße wurde schon in der Blütezeit der amerikanischen Muscle Cars gern gezeigt, was man hatte: Mehr Hubraum, mehr Power, mehr verbranntes Gummi auf dem Asphalt.

Auf den ersten Blick wirkt der Plymouth wie eine Kopie des bekannteren Dodge Challenger. Während der Dodge 1970 als völlig neues Modell auf den Markt kam, gab es den Modellnamen Barracuda bereits seit 1964. Der Wagen war anfangs eine etwas unbeholfene Coupé-Version des Plymouth Valiant und hatte eine riesige Heckscheibe. Das eher altbackene Styling des Autos kam beim Publikum nicht an. Während Ford Mustang und Chevrolet Camaro weiter reißenden Absatz fanden, verkaufte sich der Barracuda bis 1969 nur schleppend.

Plymouth Barracuda
Zeig und schüttel was du hast!

«Get hot!»

Die neue Generation des Wagens, deren Entwicklung schon 1967 begann, musste deshalb optisch einschlagen wie eine Bombe. «Get hot!», gab Plymouths Designchef Elwood Engel seinen Leuten am Reißbrett mit auf den Weg. Das Ergebnis enttäuschte nicht: Gegen den Cuda sahen Ford Mustang, Chevrolet Camaro oder Pontiac Firebird ziemlich alt aus.

Die Basismodelle des Barracuda waren mit eher zahmen Sechszylindermotoren und kleineren V8-Aggregaten zu haben, und die meisten Kunden bestellten ihre Autos auch so. Faszinierender jedoch - und heute bei Sammlern natürlich viel begehrenswerter - waren die Hochleistungsversionen. Im Lastenheft des Autos war vermerkt, dass sämtliche Motoren des Chrysler-Konzerns Platz finden sollten. Das erlaubte Aggregate mit bis zu 7,2 Litern Hubraum.

425 PS Maximum

In der Optionsliste stand sogar das sogenannte Mod Top, ein Vinyldach mit Blümchenmuster. Basismotor des Cuda war ein V8-Motor mit 6,3 Litern Hubraum,  der 335 PS auf die Kurbelwelle stemmte. Die stärksten Aggregate waren der Hemi mit 425 PS und der 440 mit 7,2 Litern Hubraum und 375 PS. Für einen Aufpreis von 250 Dollar gab es noch drei Doppelvergaser obendrauf, die die Leistung auf 390 PS pushten.

Der wohl bekannteste Plymouth Cuda war übrigens ein 71er Modell. Sonnyboy Don Johnson fuhr das gelbe Cabriolet in der TV-Krimiserie Nash Bridges. Bis 1974 wurde der Barracuda gebaut. Cuda und Challenger gehören zu den teuersten Sammlerobjekten der Muscle Car-Szene. Der gelbe Cuda 440 zum Beispiel, der im Showroom von Legendary Motorcar steht, kostet umgerechnet 55.000 Euro. Wenn also die glorreiche Zeit von Detroits PS-Monstern auch längst vorbei ist - als Wertanlage zeigen Barracuda und Co. auch weiterhin ihre Zähne.

bok/ham/news.de/pi

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