Lifestyle statt Lieferwagen
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Der vielfältig einsetzbare Caddy ist längst ein zentrales Mitglied der VW-Familie geworden. Der Neue ist praktischer, sparsamer, schicker und zeitgemäßer denn je.
Die gute Nachricht zuerst: VW senkt die Preise. Bei der Preiserhöhungsrunde im April war der Caddy ausgespart worden. Jetzt erhält der Kunde auch noch einen kleinen Nachlass. Dabei bietet Volkswagen auf der aktuellen technischen Basis ein völlig neu entwickeltes Fahrzeug.
Die Preise für den kleinsten Caddy, dem 1.2 TSI mit 5-Gang-Schaltgetriebe und 86 PS als fünfsitzige Kombiversion, beginnen bei 16.678 Euro. Wer dieselsparend fahren will, muss für den 1.6 TDI BlueMotion mit 100 PS 20.581 Euro auf den Tisch legen, der Kastenwagen beginnt bei 16.178 Euro. Alle sechs neuen Motoren sind Direkteinspritzer mit Turboaufladung. Zur Auswahl stehen zwei Benziner, drei Diesel und ein Erdgas-Modell.
Die Common-Rail-Diesel leisten 75, 102,110 und 140 PS. Serienmäßig sind die Motoren mit Dieselpartikelfilter ausgerüstet. Optional kann der 102-PS-TDI mit einem 7-Gang-DSG bestellt werden. Den stärkeren 140-PS-TDI gibt es hingegen ausschließlich mit einem 6-Gang-DSG-Getriebe. Der 75-PS-TDI Motor ist nur in Verbindung mit 4Motion verfügbar. Das sparsamste Modell ist der 1.6 TDI Bluemotion mit 4,9 Litern auf 100 Kilometer. Das entspricht einer Verbrauchsreduzierung von 0,6 Litern gegenüber dem Vorgängermodell.
Besseres Handling & weniger Geräusche
Bei den Benzinern kommen die 1.2 TSI-Motoren mit 85 oder 105 PS zum Einsatz. Es gibt sie ausschließlich mit Handschaltung. Auch weiterhin gibt es den Caddy mit der bereits bekannten Erdgasvariante 2.0 EcoFuel (CNG) mit 109 PS. Alle Motoren erfüllen die Euro 5-Norm. In der Praxis erweisen sich die neuen Motoren als eine deutliche Verbesserung.
Der Caddy lässt sich damit flott und zügig durch den Stadtverkehr lenken und macht auch beim Beschleunigen und auf der Autobahn eine gute Figur. Die neuen Motoren wirken niemals überfordert. Im alten Caddy ging es in diesem Punkt zäher zu. Verbessert wurde abermals das Handling. Von der hinteren Starrachse merkt man bei normaler Fahrt wenig. Der neue Caddy fühlt sich an und fährt sich wie ein PKW - auch weil die Geräuschdämmung verbessert wurde.
Individualität durch vier Ausstattungsvarianten
Überhaupt hat sich beim Design viel getan. Die Front wurde dem neuen Markengesicht angepasst. Die Scheinwerfer haben jetzt ein serienmäßiges Tagfahrlicht. Optional kann der Kunde ein Abbiegelicht und die praktische Dachreling erwerben. ESP ist endlich serienmäßig. Dafür blieb der beliebte Unterfahrschutz bei der Serienausstattung auf der Strecke. In Zukunft wird es für den Volkswagen-Lademeister vier Ausstattungsvarianten geben: Startline, Trendline, Comfortline und Comfortline Edition.
Alle diese Ausstattungen machen einen, gegenüber dem Vorgänger, deutlich wertigeren Eindruck und bieten zusätzlichen Möglichkeiten den Caddy zu individualisieren. Damit ist die Variabilität eine der Stärken des Caddy. Es gibt ihn in einer kurzen und in einer 40 Zentimeter längeren Version, mit ein oder zwei Schiebetüren, mit fünf oder mit sieben Sitzen, als Kastenwagen oder als Kombi. Camper werden sich für den Tramper mit großer Liegefläche und ausklappbarem Vorzelt erwärmen können.
Traditionell äußerst belastbar
Erstmals können in allen Versionen die hinteren Sitzreihen bei Bedarf komplett ausgebaut werden. Dadurch steigt die Kapazität des Laderaums auf 3030 Liter an. Wenn noch mehr Platz gebraucht wird, kann der Caddy mit dem Flexsitz-Plus-Paket für den Beifahrersitz ausgestattet werden. Damit lässt sich die Lehne des Beifahrersitzes komplett umlegen und der gesamte Sitz absenken.
So erhöht sich die Laderaumlänge auf der Beifahrerseite eines Caddy Maxi auf über drei Meter und das Ladevolumen wächst auf 4700 Liter an. Die Zuladung, traditionell eine der Stärken des Caddy reicht, je nach Ausstattung von 483 kg bis 813 kg. Wer regelmäßig große Lasten befördern muss, kann Verstärkungen für die hinteren Blattfedern gleich mitbestellen.
Alleinstellungsmerkmal: Allradantrieb
Rund 70 Prozent aller Caddys werden als Kastenwagen an die gewerbliche Kundschaft ausgeliefert. Als flinker Stadtlieferwagen mit einer großen Zuladungskapazität ist er das geeignete Firmenfahrzeug für viele Selbstständige und Handwerker. In bergigen Regionen mit viel Schnee im Winter hat er mit seinem Allradantrieb sogar ein Alleinstellungsmerkmal.
Dank seiner vielen praktischen Zusatzausstattungen und der verbesserten Geräuschdämmung bietet er sich jedoch auch als pfiffiges Gefährt für Familien an. Im Fahrgastraum lassen sich Gepäcknetze am Dachrahmen montieren. Eine verschiebbare Mittelkonsole bietet zusätzlichen Stauraum. Parkdistanzanzeige und Tempomat gibt es gegen Aufpreis. Fehlt eigentlich nur noch ein Schiebedach oder eine Panoramaverglasung.
bok/sgo/news.de/pi
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