Enttäuschendes Ergebnis
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Schon wieder: Nachdem bereits im ADAC-Test 2009 rund ein Drittel aller kontrollierten Werkstätten mangelhaft arbeiteten, ist das Resultat 2010 kaum erfreulicher. Besonders schlampig waren freie Werkstätten, Vertragshäuser arbeiten besser.
Von den untersuchten 75 Werkstätten habe nicht einmal jede zweite alle präparierten Fehler gefunden, teilte der ADAC mit. Während Vertragswerkstätten teilweise vorbildlich arbeiten würden, schlampten viele freie Werkstätten. ADAC und Stiftung Warentest hatten Auto-Werkstätten von fünf Fahrzeugherstellern, eine freie Werkstattkette und eine Kooperation freier Werkstätten untersucht.
Für den Test wurden Autos von Mercedes, Opel, Renault, Toyota und Volkswagen in die jeweilige Vertragswerkstatt beziehungsweise in eine ATU- oder Meisterhaft-Werkstatt geschickt. Obwohl die Inspektionen streng nach den Wartungsvorschriften der Fahrzeughersteller ablaufen sollten, wurden viele der präparierten Mängel nicht behoben: Völlig verstellte Scheinwerfer blieben unverändert. Zu geringe Kühlmittelstände, die zu einem Motorschaden führen können, wurden nicht aufgefüllt. Bei Meisterhaft fanden lediglich sechs von 25 Werkstätten alle Mängel, drei fanden keinen einzigen Fehler - «enttäuschend», so das Fazit der Tester. Verbesserungsbedürftig seien auch die Werkstätten von ATU, bei denen sich bei allen ausgewählten Automarken ein uneinheitliches Qualitätsniveau zeigte.
Vertragswerkstätten sind deutlich teurer
Bei allen geprüften Automarken schnitten die Vertragswerkstätten besser ab, hieß es weiter. Mercedes-Benz liegt laut Test vorn, gefolgt von Renault und mit etwas Abstand Opel. Alle drei sind «sehr gut», Volkswagen und Toyota «gut». Allerdings kosten die Inspektionen und Arbeiten in den Vertragswerkstätten meist erheblich mehr als bei den freien Werkstätten.
Als Resümee des Tests rät der ADAC den Autofahrern, auf einer gemeinsamen Auftragsannahme am Fahrzeug und auf einer Durchschrift des Auftrags zu bestehen. Darin sollte auch der Vermerk «Wartung nach Herstellervorschrift» zu finden sein, denn damit werben alle Anbieter.
Woran Sie eine gute Werkstatt erkennen
Wer Qualität wünscht und ein sicheres Auto haben möchte, sollte sich mit kritischem Blick in verschiedenen Werkstätten umsehen. Ein paar Grundregeln helfen dabei als Orientierung:
Das Prinzip Ordnung: Werkstätten, in denen Chaos herrscht, arbeiten meist auch so. Das kann ein Indiz dafür sein, dass bei Reparaturen und Sicherheitschecks am Fahrzeug nicht organisiert vorgegangen wird.
Keine Angst vor Zuschauern: Bleiben Sie doch einmal bewusst in der Werkstatt. Schauen sie den Mechanikern auf die Finger und lassen Sie sich erklären, was getan wird. Fragen Sie, ob es eine Spezialisierung auf bestimmte Automarken gibt.
Gute Absprachen: Haben Sie Probleme mit einem Auto oder wollen es vor einer Tüv-Prüfung durchchecken lassen, sprechen Sie mit dem Mechaniker genau ab, was ohne Ihr Einverständnis gemacht werden darf und was Ihrer Zustimmung bedarf. So werden Sie nicht von einer horrenden Rechnung überrascht. Zudem müssen Sie teure Zusatzarbeiten ohne Einverständis nicht akzeptieren.
Kundenservice: Ist es voll und haben Sie keine Zeit zu warten, ist eine kundenorientierte Werkstatt daran zu erkennen, ob sie Ihnen anbietet, Sie etwa zu ihrem Arbeitsplatz oder einem anderen ortsnahen Treffpunkt zu bringen. Alternativ könnte Ihnen auch ein Leihwagen angeboten werden. Bevor Sie diesen in Anspruch nehmen, sollten Sie allerdings nach den Kosten fragen.
Sicherheit langfristig im Blick: Einer guten Werkstatt ist daran gelegen, die Kunden an sich zu binden. Deshalb haben die Mechaniker auch im Blick, wann am Fahrzeug die nächste Hauptuntersuchung fällig ist. Dann bekommen Sie einen Brief oder Anruf, der Sie an die nächste nötige Tüv-Prüfung erinnert.
sgo/ham/reu/news.de/ddp/dpa
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