Elektrofahrräder Die Billigfalle

Elektrofahrrad (Foto)
Auch Rennsportler Michael Schumacher kommt gern ohne Muskelkraft vorwärts: auf einem Elektrofahrrad. Bild: dpa

Gerade zum Berufsverkehr sind Pedalritter klar im Vorteil. Umso mehr, seit mancher Drahtesel sich nicht nur mit Muskelkraft antreiben lässt. Doch Vorsicht, wer bei Schnäppchen zuschlägt, riskiert Unfälle.

Von verlockenden Billigangeboten auf dem Elektrofahrrad-Markt sollten Kunden besser die Finger lassen. Experten empfehlen namhafte Hersteller, die auf individuelle Wünsche eingehen.

Dabei handle es sich oft um herkömmliche Fahrräder, die mit einem Elektroantrieb aufgerüstet wurden, aber nicht stabil genug für die Extraportion Schub seien, warnt Branchenexperte Gunnar Fehlau. Deshalb könne bei solch einem vermeintlichen Schnäppchen schon mal der Rahmen in die Knie gehen. Fehlau empfiehlt Kaufinteressenten, sich bei namhaften Herstellern umzusehen und auf technische Qualität zu achten.

Mindestens 1500 Euro sollte man in ein Fahrrad mit elektrischer Trethilfe investieren, sagte Branchenkenner Daniel Fikuart bei der Messe Eurobike (1. bis zum 4. September), die in Friedrichshafen am Bodensee stattfindet. Der internationale Branchentreff ist den Fachbesuchern vorbehalten. Nur am letzten Messetag dürfen auch Endverbraucher kommen.

Eine wichtige Rolle für die Kaufentscheidung sollte laut Fehlau auch die Reichweite spielen. Ebenso wichtig sei die Lebensdauer der Akkus. Denn neue Batterien sind nur für mehrere hundert Euro zu haben. Was man außerdem beachten sollte: Akkus mit großer Energiekapazität benötigen entsprechend viel Zeit zum Aufladen. Für gelegentliche kurze Sonntagsausflüge reicht deshalb vielleicht ein kleiner Akku, der aber schon nach einer Stunde wieder Saft hat.

Auch das Gewicht der Räder ist zu bedenken. Vor allem dann, wenn sie häufiger in den Keller oder in eine nicht ebenerdige Wohnung getragen werden müssen. Die aktuellen E-Bikes sind bis zu 27 Kilogramm schwer. Leichtere Modelle um die 20 Kilogramm sollen bald in den Handel kommen. «Die Herausforderung für die Hersteller besteht darin, Gewicht, Leistung und Komfort in Einklang zu bringen», sagten die Experten.

Und noch einen Trend haben sie ausgemacht. Etliche, die sich seit Jahren nicht mehr auf den Sattel geschwungen haben, bekommen jetzt wieder Spaß am Radfahren. Denn, so die Branchenexperten: «Mit dem E-Bike haben Gegenwind und Berge ihren Schrecken verloren.»

ham/news.de/dpa

Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • Dieter Pollesch
  • Kommentar 1
  • 29.08.2010 15:52

Richtig liebe Fahrradfans ein Billigfahrad mit und ohne E-Antrieb bringt nur Ärger und zusätzliche Kosten. Vertrauen Sie auf Qualität und Leistung der Hersteller und Verkäufer. schreiben Sie mir Ihre Erfahrungen mit Ihrem E-Bike nicht verwechsel mit einem führerscheinpflichtigen Mofa. unter: pollesch-dieter@online.de und somit viel Spaß an Ihrem Fahrrad mit Batteriebetrieb. Dieter Pollesch

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