Auto-Umweltliste Japanische Kleinwagen sind am saubersten

Klassenprimus im Fach Ökokunde ist mal wieder Toyota mit Prius und Auris. In der Auto-Umweltliste des Verkehrsklubs Deutschland VCD haben die japanischen Kleinwagen die Nase weit vorn. Aus Deutschland schafften es nur zwei Wagen in die Spitzengruppe.

Japanische Autos vorn (Foto)
Unter den zehn derzeit saubersten Modellen sind sieben aus Japan, davon vier mit Hybrid-Antrieben wie der Toyota Prius. Bild: dpa

Bei umweltfreundlichen Autos fahren japanische Hersteller der Konkurrenz weiter voraus - kombinierte Elektro- und Benzinmotoren sind dabei laut einer Studie stark im Kommen. Unter den zehn derzeit saubersten Modellen sind sieben aus Japan, davon vier mit Hybrid-Antrieben, wie aus einer am Mittwoch vorgestellten «Auto-Umweltliste» des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) hervorgeht. Deutsche Marken haben nur zwei Modelle in der Spitzengruppe, nachdem es vor einem Jahr drei waren.

Gesamtsieger bei Kohlendioxid-Ausstoß, Schadstoffen und Lärm wurden Toyota Auris Hybrid und Toyota Prius Hybrid. Die besten Kohlendioxid-Werte hatten ein Smart und ein VW Polo. Bewertet wurden 350 Pkw.

Wer umweltverträgliche Autos kaufen wolle, habe nun eine breitere Auswahl als in den Vorjahren, sagte der verkehrspolitische Sprecher des VCDs, Gerd Lottsiepen, in Berlin. Die Hersteller müssten für Modelle mit guter Öko-Bilanz aber auch offensiv Werbung machen. Spritsparende Technologien sollten nicht nur in Sondervarianten, sondern in alle Fahrzeugklassen eingebaut werden.

VCD-Umweltliste: Japanische Maßstäbe

Bei kleineren Kompaktwagen schnitt der Toyota Auris Hybrid am besten ab. Bei Familienautos mit mindestens fünf Sitzen und vier Türen siegte in der Auswertung der Toyota Prius Hybrid, bei Sieben-Sitzern der Volkswagen Touran 1.4 TSI EcoFuel DSG. «Klimabeste» Wagen mit dem geringsten Ausstoß klimaschädlichen Kohlendioxids sind demnach der Smart Fortwo Coupé/Cabrio CDI (86 Gramm pro Kilometer) und der VW Polo 1.2 TDI Blue Motion (87 Gramm).

Der ökologisch orientierte Verkehrsclub forderte, spritsparende Technologien weiterzuentwickeln, statt zu stark auf Elektroautos zu setzen. Als universelle Familienautos seien diese «auf absehbare Zeit nicht geeignet». Selbst wenn das Ziel der Bundesregierung von einer Million E-Autos 2020 erreicht werde, dürften daneben gut 45 Millionen Wagen mit Verbrennungsmotoren fahren.

sis/reu/news.de/dpa

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Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • Sophie
  • Kommentar 1
  • 23.08.2011 16:49

zum VCD und seiner ideotischen MEHR MEHR MEHR Politik ist alles gesagt (siehe andere Artikel bei News.de). Wer nicht begreift, dass wir wieder zum einfachen Auto zurück müssen, anstatt doppelte! Antriebe für alle Autos zu fordern, der versteht nichts von Ökobilanzen. Fordert endlich die Reduktion der Elektrischen Verbraucher im Auto, um Gewicht und Treibstoff! zu sparen, aber auch um Autos langlebiger zu machen und damit eine wesentlich bessere Ökobilanz aufzubauen. Oder auch das Cradle to Cradle Prinzip mit einfordern, das würde einen VCD glaubwürdig machen!

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