Gebrauchtberatung Den Golf im Focus

Den Golf im Focus (Foto)
Ab Baujahr 2006 mit niedrigerer Pannenquote: der Ford Focus. Die erste Generation war deutlich anfälliger. Bild: dpa

Verrückte Welt: International hat der Focus den Golf schon mal überholt, nur in Deutschland kommt der Kölner an dem Wolfsburger Musterschüler nicht vorbei. Viele Mängel, vor allem bei älteren Gebrauchten, könnten dafür der Grund sein.

Was für VW der Golf ist, ist für Ford in Deutschland der Focus. Das Kompaktmodell tritt in der sogenannten Golf-Klasse gegen den ewigen Rivalen aus Wolfsburg an. Weltweit konnte er ihn schlagen, obwohl die erste Modell-Generation recht anfällig war.

Während der Focus den Golf hierzulande bei den Verkaufszahlen nie schlagen konnte, war der Kompakte von Ford 2000 und 2001 weltweit das meistverkaufte Auto. Eigentlich für den europäischen Markt konzipiert, feierte der Escort-Nachfolger auch in den USA Erfolge - trotz der vielen Mängel, die der ersten Modell-Generation laut ADAC-Pannenstatistik noch anhafteten.

Laut Statistik blieben viele Exemplare mit Dieselantrieb der Baujahre 1998 bis 2003 mit Defekten im Motorraum liegen. Oft war der Zahnriemen beschädigt. Bis 2004 quittierte nicht selten der Turbolader seinen Dienst. Den Benzinern wurden defekte Kraftstoffpumpen oder marode Kupplungen attestiert. Rückrufe gab es im Jahr 2000 wegen fehlerhafter Motorsoftware sowie defekter Airbagsteuergeräte. Ab dem Baujahr 2006 hat sich die Pannenquote allerdings deutlich reduziert.

Der Focus war von Anfang an ein «Weltauto», das mittlerweile an vielen Standorten gefertigt wird. 1998 kam der Kompakte in Europa auf den Markt, zwei Jahre später in den USA. Die meisten Abnehmer fand die Fließheckvariante, wahlweise als Drei- oder Fünftürer. Im Angebot ist seit 1999 der Kombi namens Turnier. Die Stufenheckversion wurde 2001 wieder eingestellt. 2004 folgte die zweite Focus-Generation, für 2011 ist die dritte geplant.

Motoren von sparsam bis sportlich

Die Motorisierung bildet das für einen Kompakten passende Spektrum ab. Im Focus arbeiten je nach Baujahr und Generation Aggregate, die zwischen 75 und 145 PS leisten. Stärkere Motoren treiben die Modelle mit den Kürzeln ST170 (173 PS) oder RS (225 PS) an. Die Dieselversionen leisten zwischen 75 und 136 PS. Seit 2008 ist auch eine Flexifuel-Variante im Angebot, die Benzin-Alkohol-Gemische als Treibstoff zulässt.

Auf dem Gebrauchtwagenmarkt fallen für einen der ältesten Focus-Modelle von 1998 mit 75 PS starkem Otto-Motor laut Schwacke-Liste rund 2200 Euro an. Für den gut ausgestatteten 1,6-Liter-Benziner Ti-VCT Ghia mit 115 PS von 2005 sind noch etwa 8200 Euro zu zahlen. Einen Selbstzünder aus dem Jahr 2004 mit 1,8 Liter Hubraum und 115 PS führt die Liste mit 5800 Euro. Mit 14 200 Euro schlägt ein Focus 2.0 TDCI DPF Ghia mit Partikelfilter von 2009 zu Buche.

sgo/sca/news.de/dpa

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