Immer schön sauber bleiben
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Endlich einmal eine günstige Maßnahme mit viel Effekt: Innenraumfilter sorgen für saubere Luft im Cockpit. Doch sie müssen regelmäßig gewechselt werden. Das ist leicht getan und Tauschfilter sind bereits ab zehn Euro erhältlich.
Abgase anderer Fahrzeuge, Feinstaub und Dieselruß, aber auch Pollen und Bakterien, Ozon und Stickoxide dringen während der Autofahrt über das Lüftungssystem in den Innenraum des Fahrzeugs ein. Im Innenstadtverkehr ist die Konzentration dieser gesundheitsschädlichen Schadstoffe im Auto oft sehr viel höher als am Fahrbahnrand und vor allem für mitfahrende Kinder belastend.
Viele moderne Pkw sind deshalb mit Filtern ausgerüstet, die Schadstoffe aus der angesaugten Luft wirksam zurückhalten können. Autos mit einer Klimaanlage beispielsweise verfügen immer über solche Systeme. «Die Aufnahmefähigkeit der Innenraumfilter ist jedoch begrenzt», gibt Philip Puls vom TÜV Süd in München zu bedenken.
So könnten die Filter ihre reinigende Funktion nicht mehr erfüllen, wenn sie mit Schadstoffen überladen seien. Vielmehr werde der ausgefilterte Schmutz wieder in den Luftstrom abgegeben. Zudem bildeten die angesammelten Schadstoffe einen Nährboden für Schimmel und Bakterien. Fachleute des Zulieferers Bosch empfehlen daher, den Innenraumfilter alle 15.000 Kilometer oder mindestens einmal im Jahr in der Werkstatt wechseln zu lassen. Ein guter Zeitpunkt für einen Wechsel des Filters ist vor der Urlaubsfahrt, wenn nicht entsprechend den Anweisungen des Fahrzeugherstellers während des jährlichen Service ein Austausch vorgenommen wurde.
Zwei Arten von Filtern sind erhältlich
Grundsätzlich, erläutert Rainer Hillgärtner vom Automobilclub ACE, gebe es zwei verschiedene Typen von Innenraum- oder sogenannten Pollenfiltern. Während der einfache Filter lediglich Staub, Pollen und Dieselrußpartikel filtriert, absorbiert der Aktivkohlefilter zusätzlich Gase wie Ozon, Stickoxide, Kohlenwasserstoffe und unangenehme Gerüche mit einem Wirkungsgrad von bis zu 95 Prozent. Die meisten Filter können Autofahrer laut ACE selbst problemlos wechseln. Auch ließen sich konventionelle Innenraumfilter vielfach durch einen baugleichen Aktivkohle-Innenraumfilter selbst ersetzen. Für Kfz-Werkstätten bedeute ein Filterwechsel meist nur wenige Handgriffe. Neue Filtersätze kosteten im Handel zwischen 10 und 40 Euro.
Selbst bei Tunnel- und Staufahrten sorgt der Filter für spürbar bessere Luft im Fahrzeuginnenraum. So steigert die bessere Luftqualität die Konzentrationsfähigkeit des Fahrers. «Mit einem neuen Filter bildet sich zudem weniger Schmierfilm auf der Scheibe, wodurch die Sicht durch geringere Blendeffekte verbessert wird», nennt TÜV-Fachmann Puls einen weiteren Vorteil der Tauschaktion.
sgo/hav/news.de/ddp
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