Betonkrebs zersetzt Ost-Autobahnen
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Von Andreas Hummel und Tino Moritz
Artikel vom 18.07.2010
Mancher Autofahrer reibt sich verwundert die Augen: Mit Milliarden Euro wurden die Autobahnen im Osten seit 1990 auf Vordermann gebracht, und nun blinken vielerorts schon wieder die Baustellenleuchten. Experten sagen, das hätte verhindert werden können.
Autokolonnen schieben sich mit Tempo 60 oder 80 über die Piste, während nebenan der Belag abgefräst wird. Grund sind Risse im Asphalt oder Fugen-Reparaturen an der Betondecke.
Ganz normaler Verschleiß, versichern die zuständigen Behörden. Doch bei Beton-Abschnitten, die 30 Jahre halten sollten, sind auf etlichen Strecken schon nach weniger als zehn Jahren enorme Probleme aufgetreten: Schuld ist der Betonkrebs. Dabei zersetzen Kieselsäuren in einem chemischen Prozess die Stoffe im Zement. Es entstehen Risse, die durch Frost weiter aufgesprengt werden.
Die Betonkrankheit hat sich nach Expertenschätzung in Deutschland auf rund 350 Autobahnkilometern ausgebreitet, vor allem im Osten. Probleme gibt es besonders auf der A9 und A14. «Wir denken schon, dass das hätte vermieden werden können», sagt ADAC-Fachfrau Wiebke Dammann. Experten hätten schon vor 20 Jahren davor gewarnt, und die Baustoffe hätten besser untersucht werden müssen.
Doch nun frisst sich der Betonkrebs unaufhaltsam durch den Belag. Der Schaden geht in die Millionen. Das Problem tritt oft erst nach sieben bis zehn Jahren zutage - dann ist die Gewährleistung der Baufirmen vorbei und der Schaden muss auf Kosten des Steuerzahlers beseitigt werden.
In Sachsen ist das Problem bislang nur auf zehn Kilometern der A14 zwischen Mutzschen und Leisnig in Richtung Dresden aufgetreten. Für den Rest der A14 schließt das Autobahnamt den Betonkrebs aus - weil deren Erneuerung schon Ende 1994 fertig war und keine neuen Schäden auftauchten. Als glücklicher Umstand gilt, dass die A14 abschnittsweise saniert wurde. «Dadurch kamen immer wieder andere Baufirmen mit jeweils anderen Betonmischungen zum Zuge», sagt Behördensprecher Burkhard Zscheischler.
In Sachsen-Anhalt sieht es etwas anders aus. Während die Sachsen auf ihren zehn Problem-Kilometern die Deckschicht komplett wieder auswechseln und für die veranschlagten 13 Millionen Euro gleich noch drei 40 Jahre alte Autobahnbrücken erneuern, versucht der Nachbar, den Zerfall hinauszuzögern. Das sei auch eine Kostenfrage, betont Straßenbautechnik-Experte Dittmar Marquordt vom Landesbetrieb Bau. Seine Kollegin Petra Witte erklärt: «Bei uns sind etwa 100 Kilometer Richtungsfahrbahn betroffen.»
In einem Pilotprojekt auf der A14 zwischen Bernburg und Könnern wurde eine Strecke mit verschiedenen Beschichtungen gegen Wasser und Tausalz versehen, um herauszufinden, welches Mittel im Kampf gegen den Betonkrebs hilft. Ergebnisse sind erst in einigen Jahren zu erwarten. In einem ist sich Marquordt aber schon heute sicher: «Wir werden die betroffenen Strecken nicht ewig halten können.» Auf anderen Abschnitten etwa auf der A9 wurde eine Asphaltdecke aufgebracht, um den Beton zu schützen.
In Thüringen ist etwa die Hälfte des rund 500 Kilometer langen Autobahnnetzes in Asphaltbauweise gebaut. Hier macht sich inzwischen der Verschleiß bemerkbar, erläutert der Leiter des Landesamtes für Bau und Verkehr, Markus Brämer. In der Regel müsse die Asphaltdecke nach zehn bis zwölf Jahren erneuert werden. Das geschehe gerade auf der A4, die Stück für Stück bis Ende 2012 abgearbeitet werde. Starke Risse gebe es auch auf der A71 bei Ilmenau, allerdings falle dies noch unter die Gewährleistung der Baufirma.
Um die ursprünglich als anfälliger geltenden Asphaltautobahnen haltbarer zu machen, läuft in Thüringen ein Modellprojekt. Dabei werden auf einem fünf Kilometer langen Abschnitt auf der A4 bei Stadtroda neue Bauverfahren getestet mit einem stärker verdichtetem Belag. «Wir bauen hier die Autobahn der Zukunft», ist sich Brämer sicher. Seiner Ansicht nach sollten Baufirmen länger für Mängel haften müssen. «Da müsste der Bund aktiv werden und die Gewährleistung auf zehn Jahre hochschrauben.» Er verspricht sich davon eine höhere Qualität am Bau.
cvd/news.de/dpa
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...und so glaubt man weiter an den Verlogenheiten der ehemaligen DDR Obrigkeiten. Vorab, es gab sicherlich Menschen die sich bereichtert haben, diese kamen nicht nur aus der BRD sondern auch aus der DDR, besonders aus dem Süden. Viele Menschen im Wiederaufbau (das war es, denn ohne Schuld der DDR Bevölkerung war alles noch im Stopfzustand der Jahres 1949.) haben ihr bestes getan und hatten teilweise hervorragende Ausbildungen. Und nun gibt es eben auch bei uns "Pampas" wie es sie überall gibt Provinz eben. Und so zeigt sich mit den Nähmaschinen das typische der DDR, wer näht noch selber?
jetzt antwortenKommentar meldenNun bitte vorsichtig mit den Aussagen. Als "Besserwissi" war ich schon vor dem Wiederbeitritt in der DDR. Fakt ist, keine Autobahn hält länger stand als 5 Jahre. Nun werden teilweise nur die Oberflächen erneuert, aber nicht die Grundierung. So kommt es eben auch hier aus Altlasten zu Betonkrebs, der sich bis oben durchfrisst. Ein kurzes Wort zu den Kommentaren. Nein, nichts in der DDR war gut. Es war eine Scheinwelt an Produktionen, die sonst in der Welt schon erfunden waren. Uns so glaubt man weiter der Verlogenheit der Obrigkeiten......
jetzt antwortenKommentar meldenFortsetzung von Kommentar 12: Dieser Herr WM hat mich auf die Palme gebracht. Macht Aussagen und hat weder vom Tuten, geschweigedenn vom Blasen Ahnung. Hat sich nur 6 Jahre lang bereichert, wie viele Andere, auf Staatskosten. Die in der DDR produzierten Webmaschinen und andere Textilmaschinen, welche zur Nähfadenproduktion dienten, sind weltweit anzutreffen. Die elektronische Qualitätkontrolle dieser Nähfäden war weltweit einmalig und unübertroffen. So, und nun l... m... a. A.... !
jetzt antwortenKommentar meldenEin solcher Kommentar spiegelt es genau wieder, was sich damals abgespielt hat. Diese "Aufbauhelfer" kamen mit Schlappohren zurück und bekundeten, dass sie dort in der ex-DDR nichts ausrichten könnten, im Gegenteil, sie würden dort noch etwas lernen. Zu meiner Schwester (Pädagogin) wurde gesagt, das Kindererziehen überlassen Sie bitte uns. Einem Zollinspektor wurde gesagt, von diesen Betriebsfunkgeräten haben Sie ja überhaupt keine Ahnung, das überlassen sie mal schön uns. Westdeutsche Reeder liessen in der DDR Schiffe bauen. Wessi-Versandhäuser waren voller DDR-Produkte. WM hat gejobt.(Arsch)
jetzt antwortenKommentar meldenDie sind alle freiwillig nach Afghanistan gegangen.
jetzt antwortenKommentar meldeniCH LESE IMMER MIT HÖCHSTEM iNTERESSE; DASS IN DER DDR ALLE "in Lohn und Brot" gewesen seien... Das mag "so" als Aussage stimmen... Als "unmittelbarer Nachbar" zur damaligen DDR - nur 5 km von der "Staatsgrenze West" entfernt geboren - von einer "ausgewisenen Thüringerin" mit jede Menge Verwandten im "Eichsfeld" - heutiger Kreis Eichsfeld - Kreisstadt Heiligenstadt - weiß ich, wovon ich rede - und was manche Mitbürger in Ost und West vergessen wollen... Wie viele Bürger der DDR waren in der einen oder anderen Uniform - die "in der Häufigkeit nicht mehr gebraucht wurde?
jetzt antwortenKommentar meldenWM: Genau diese Besserwisser habe ich gemeint. Während die Wessis Elektronk importierte, haben es die Ossis in ihrer Situation fertiggebracht, noch vor dem Fall der Mauer den leistungsfähigsten Microprocessor der Welt eigenständig zu entwickeln. Was war mit der optischen Industrie? Herr neunmal Klug.
jetzt antwortenKommentar meldenFast alles richtig, nur: die Produkte waren lediglich in Polen und Rußland absetzbar. Mit denen war im "Westen" kein Staat zu machen. Die restlichen Aussagen sind ebenso schwachsinnig wie überflüssig. Dies schreibt ein Wessi, der sechs Jahre Aufbauhilfe in Thüringen geleistet hat.
jetzt antwortenKommentar meldenQuerido, nachdem die Grenze offen war, hätte man die DDR-Bevölkerung in Ruhe lassen müssen und nicht das Land mit Besserwissern überfluten sollen, die gar nicht erwünscht waren. Die Industrie war hochqualifiziert und alle waren in Lohn und Brot. Durch die fehlende Mauer, wäre der Staat endlich in der Lage gewesen sich selbst zu helfen. Statt dessen wurde vom Westen alles für Müll erklärt, verschenkt und im alten kapitalistischen Stil vermurxt. Diese Arroganz ist der ex-BRD teuer zu stehen gekommen und die Ossis sind arbeitslos.
jetzt antwortenKommentar meldender kommentar von Wessi = wir dummen Wessis zahlen ja ist schon erschreckend und zeigt das einige immer noch nicht erkannt haben das der Zusammenschluss Deutschlands der überfällig war eine grosse Chance bot die in vielen Bereichen nicht genutzt wurde es war die Chance einer kompletten Neustruktuierung des Staatswesen mit Nutzung guter Erfahrungen die Arroganz der Politik hat dies bis heute verhindert,bezahlen muss dafür der Steuerzahler ,schade das er die demokratischen Möglichkeiten nicht nutzt Veränderungen herbeizuführen - aber auf alles Schimpft.
jetzt antwortenKommentar meldenIhr "dummen" Wessies wollt ja immer Alles besser wissen und habt die Warnungen der Fachleute aus dem Osten ignoriert! Zusätzlich sind die "alten" erfahrenen Autobahnbauer aus dem Osten frühzeitig "entsorgt" worden. Uns jetzt die Schuld zu geben, grenzt an Blasphemie! Übrigens: Schon die Erbauer der Reichsautobahn haben in den 30iger Jahren das Problem gekannt und stark kieselsäure- oder lehmhaltigen Kies vor der Verwendung als Zuschlagsstoff für Beton gewaschen! Zement war damals eben sehr kostbar und entsprechend sorgfältig ging man damit um.
jetzt antwortenKommentar meldenTypisch deutsche Verwaltung - zuerst alles besser wissen, nichts kontrollieren, aber vielleicht noch ordentlich Schmiergeld kassieren. Natürlich ist jegliche Kritik verpönt und wird strafrechtlich geahndet wegen Beleidigung. Danach schaut man blöde aus der Wäsche und lässt den Steuerzahler mal wieder bluten. Bis es denen mitunter gedämmert ist, was sie für einen Pfusch abliefern - wenn überhaupt - sind sie in Pension, kosten die Allgemeinheit weiterhin Geld, und die nächste oder übernächste Generation muss es richten. 30 Jahre amtlicher Tiefschlaf sind da der ganz normale Alltag
jetzt antwortenKommentar meldenWer sich mit der deutschen Autohn-Baumafia und dem vergeben von Autobahnbau Aufträgen etwas näher beschäftigt, versteht auch den "Betonkrebs".
jetzt antwortenKommentar meldenDie Problematik mit dem "Betonkrebs" ist seit mindestens 25 Jahren bekannt, nachdem in der ex DDR auf zig km Bahngleisen die Betonschwellen zerbröselten. Mich erstaunt es deshalb sehr, daß man die damals gesammelten Erfahrungen nahezu flächendeckend ignoriert hat.
jetzt antwortenKommentar meldenNaja, wir dummen Wessies zahlen ja.
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