So., 12.02.12

Mini Countryman Fortbildung für Erwachsene

Artikel vom 26.07.2010

Mit dem Countryman schickt Mini seine Modellvariante Nummer vier ins Rennen. Vier Meter, vier Türen, vier Antriebsräder und vier Sitzplätze - Mini schwingt sich auf zu neuen Höhen.

Wer will, kann im Mini nunmehr bis zu vier Personen inklusive Gepäck befördern. Denn mit den Mini Countryman fahren die deutschen Briten heraus aus der ebenso ertrag- wie imagereichen Zielgruppe der DINKS - das Akronym für die englische Bezeichnung «double income no kids», zu deutsch also doppeltes Einkommen und keine Kinder.

Es gibt Platz genug und im Fond lassen sich nicht nur die Einzelsitze verschieben, sondern auch die ebenso coole wie praktische Centerrail nutzen. Die ungewöhnliche Mittelkonsole trennt als Designelement den Innenraum in eine rechte und eine linke Hälfte. In der illuminierten Schiene lassen sich Behältnisse ebenso befestigen wie iPods, Sonnenbrillen oder Getränkedosen.

Im Vergleich zu anderen Mini-Modellen hat der Innenraum des Countryman deutlich an Wertigkeit zulegt. Allein die Umrandungen der Lüftungsdüsen und das zentral angeordnete Multifunktionsdisplay in der Mittelkonsole können den Billigcharme vergangener Tage nicht ablegen. Die restlichen Schalter, Bedienelemente und Verkleidungen sehen nicht nur gut aus; sie fassen sich auch ordentlich an.

Der Mini Countryman hebt sich von der größer werdenden Zahl der Kompaktklasse-SUVs ab. Er ist mit seiner überschaubaren Länge von 4,11 Metern alles andere als ein Raumwunder, bietet jedoch ansehnliche Platzverhältnissen und ausreichend Variabilität auf kleinem Raum. So ist der Laderaum mit einem Volumen von 350 Litern wenig imposant. Doch wer die Rücksitze nach vorne schiebt oder die Lehnen ganz umklappt kann die Ladekapazität auf ansehnliche 1170 Liter vergrößern. Das sollte für die meisten familiären Nutzungen reichen.

Wenn, dann Cooper S All4

Zwei Diesel mit 90 und 112 PS sind für die Sparfüchse unter den Kunden erdacht worden. Den Basisbenziner mit seinen 98 PS kann man schon aufgrund des Leergewichts von 1,3 Tonnen getrost vergessen und auch der 125 PS starke Mini Countryman Cooper dürfte nur zurückhaltende Kunden zufriedenstellen können. Bis im nächsten Frühjahr ein 140 PS starker Topdiesel nachgereicht wird, führt am Cooper S kein Weg vorbei. Auch weil er mit dem standesgemäßen Allradantrieb All4 zu kombinieren ist. Er zaubert aus 1,6 Litern Hubraum mittels Turboaufladung 184 PS und ein maximales Drehmoment von 240 Nm. Der Allradantrieb bringt Fahrdynamik und Sicherheit, kostet jedoch 1600 bis 1700 Euro Aufpreis und einen Nachschlag bei den Fahrleistungen.

So dauert der Spurt von 0 auf 100 km/h mit dem Countryman Cooper S All4 7,9 Sekunden und die Höchstgeschwindigkeit pendelt sich bei 210 km/h Spitze ein. Trotz der 184 PS und einem Leergewicht von 1,4 Tonnen ist der aufgeladene Vierzylinder das effizienteste Triebwerk seiner Hubraumklasse. Dank Start-Stopp-Automatik und regenerativem Bremssystem soll er sich als Allradradler mit 6,7 Litern Super auf 100 Kilometern zufrieden geben.

Die große Stärke der Mini-Modelle ist das Fahrwerk. Da macht der deutlich größere Countryman trotz seines höheren Schwerpunktes keine Ausnahme. In zackigen Kurven zeigt er sich ebenso auf der Höhe wie bei schnellen Autobahnpassagen. Angenehm knackig: Sechsgang-Handschaltung und Lenkung. Einzig eine elektronische Dämpferregelung würde den spürbaren Nick- und Wankbewegungen sinnvoll entgegenwirken. Der Basispreis für den 98 PS starken Mini One Countryman mit Frontantrieb liegt bei 20.200 Euro. Doch am mindestens 27.900 Euro teuren Countryman Cooper S All4 führt aktuell kaum ein Weg vorbei. Leider ist es damit bei keinem Modell getan, denn die Basisausstattung aller Countryman-Versionen ist Mini-typisch karg.

bok/sgo/news.de/pi
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Mini Countryman: Fortbildung für Erwachsene » Auto » Nachrichten

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