40 Jahre ist der Range Rover gerade alt geworden - und schenkt sich eine neue Modellreihe zum Fest. Bei der Geburtstagsfete im Londoner Kensington Palace wurde der Evoque jetzt effektvoll präsentiert.
Verkehrte Welt: Volumenhersteller produzieren immer mehr Nischenprodukte - wie etwa Volkswagen seinen Pickup Amarok. Fast zeitgleich geht Land Rover, Spezialist für Geländewagen der Oberklasse, den entgegengesetzten Weg - und präsentiert ein SUV in der Kompaktklasse. Einer Kompaktklasse, in der wegen der großen Konkurrenz angeblich kaum noch was zu verdienen ist. Sagen VW & Co. Damit es dennoch klappt, hat Land Rover seinen «Baby Range» mit allerlei Lifestylezutaten aufgewertet.
Deutlicher als jeder andere «Landy» hat der Range Rover Evoque Pkw-Charakter. Der auffällige Unterfahrschutz und der hoch angesetzte schmale Lufteinlass des Kühlers verleihen ihm dennoch ein wuchtiges Erscheinungsbild. Schlitzartige Scheinwerfer reichen weit um den Kotflügel herum. Die abfallende Dachlinie und die ansteigende Gürtellinie geben dem Evoque eine unverwechselbare Silhouette.
Unüblich viele Designelemente der vor drei Jahren noch unter der Ford-Ägide vorgestellten Rover-Studie LRX sind erhalten geblieben. Unüblich viele alte Zöpfe hat Land Rover für den Neuen abgeschnitten. Erstmals müssen nicht zwanghaft alle Achsen angetrieben werden - eine Version mit Frontantrieb ist schon angekündigt. Der durchschnittliche Verbrauch soll bei fünf Litern und der CO2-Ausstoß unter 130 g/km liegen.
Das Projekt wurde nach dem Wechsel der Briten von Ford zum jetzigen Eigentümer Tata mit Nachdruck weiter verfolgt. So kommt Tata mit dem Evoque unversehens zu einem Weltauto: Das Modell soll in 160 Länder verkauft werden. Zum 40. Geburtstag Range Rovers wurde der Evoque jetzt im Park des Londoner Kensington Palace vor 400 VIPs feierlich präsentiert - darunter auch Prinz Michael von Kent und Zara Philipps.
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