Für das beste Stück
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Von news.de-Redakteur Sascha Gorhau
Artikel vom 22.06.2010
In Werner-Filmen verhöhnt, im wahren Motorradleben unabdingbar: Der Helm schützt des Bikers wichtigstes Stück. Der perfekte Kopfschutz muss vor allem perfekt passen. Von Billigstprodukten raten Experten ab, doch im Bereich bis 200 Euro ist viel guter Kopfschutz zu haben.
Legal ist jeder Helm, der in Deutschland im Fachhandel erhältlich ist – aber wenn es zum Unfall kommt, dann wird ein ECE-Prüfzeichen wichtig. Ansonsten kann sich die Versicherung quer stellen und Zahlungen verweigern. Das Symbol ist meist entweder in das Innenfutter des Helmes geklebt oder genäht. In der angegebenen Genehmigungsnummer findet sich der Code des Herstellers und des freigegebenen Modells.
Vorsicht in Italien
Vor allem in Italien sollte man auf einen Kopfschutz mit dem Prüfzeichen achten, ansonsten drohen drakonische Strafen: Nicht nur werden Bußgelder zwischen 74 und 296 Euro fällig, das Motorrad des Übeltäters kann zudem bis zu 90 Tage lang einkassiert werden.
Doch wie findet man den passenden Helm? Verschiedene Kriterien bestimmen den Kauf: Die Paßform, das Verhalten des Kopfschutzes während der Probefahrt und seine Aerodynamik, die Optik und der Preis. «Ein Helm muss immer nach den persönlichen Bedürfnissen gekauft werden», rät Thomas Schwarz von der Abteilung Fahrzeugtechnik des ADAC Südbayern.
Wichtigstes Kriterium ist der optimale Sitz des Kopfschutzes. So muss der Helm straff sitzen, ohne dabei unangenehm zu drücken. «Wenn etwas wehtut, dann kann man sich einfach nicht konzentrieren. Schon gar nicht, wenn man bei längeren Touren stundenlang unterwegs ist», so Schwarz weiter. Am besten lässt sich das während einer Probefahrt auf dem eigenen Motorrad herausfinden. Denn der wahre Charakter eines Helmes zeigt sich erst im Fahrbetrieb. Nur so können Geräuschentwicklung und das Verhalten im Wind erfahren werden. Jedes Fahrzeug hat aufgrund seiner spezifischen Sitzposition zudem ein ganz eigenes Zusammenspiel mit dem Kopfschutz. «Mancher Helm ist auf einem Sportler ideal, doch bei demselben Gerät auf einer Enduro wird es laut und unangenehm», erklärt Schwarz.
Optik spielt keine Rolle für die Sicherheit
Die Optik spielt für viele eine wichtige Rolle, ist für den Sicherheitsaspekt letztlich irrelevant. Anders verhält es sich beim Aufbau des Helmes. Neben puristischen Chopperschalen existieren spezielle Enduro-Helme, Klapphelme. Die meisten Abnehmer finden geschlossene Integralhelme. Die verschiedenen Hersteller arbeiten dabei mit unterschiedlichen Schnitten und Passformen. Eine bestimmte Größe eines Herstellers kann also hervorragend passen, während dieselbe Größe eines anderen Anbieters unbequem ist.
Für viele spielt der Preis eine große Rolle. Und in der Tat muss ein Gelegenheits-Rollerfahrer nicht auf ein High-Performance-Produkt aus dem Supersportbereich für über 1000 Euro greifen. Timo Großhans, Fachedakteur bei der Motorradzeitschrift MO nennt vier grundsätzliche Preiskategorien bei Sturzhelmen: «Im Billigsektor befinden sich Schalen bis 200 Euro. Im folgenden Bereich bis 400 Euro werden sicher die meisten Biker fündig. Darüber dann sind die geforderten Preise nach oben offen.»
Billig ist in Ordnung, billigst ist zweifelhaft
Großhans warnt vor Billigstprodukten aus Fernost: «Es ist tatsächlich so, dass in den extrem günstigen Bereichen bis 50 oder 80 Euro teils fragwürdige Produktionsverfahren angewandt werden und auch bei den Zertifizierungen Schindluder betrieben wird.» Die Preisunterschiede resultieren aus den verwendeten Materialien, dem dadurch entstehenden Gewicht und der Ausstattung. ADAC-Mann Schwarz allerdings zerstreut die Befürchtung, dass nur teure Helme auch ein erforderliches Maß an Sicherheit bieten: «Auch günstige Helme haben inzwischen respektable Testergebnisse.»
Zum Schluss noch zwei Tipps: «Brillenträgern sei ein Klapphelm ans Herz gelegt. Der erleichtert den Biker-Alltag mit Sehhilfe ungemein, ist allerdings etwas schwerer», weiß ADAC-Mann Schwarz aus eigener Erfahrung. Fachredakteur Großhans will den Käufern vor allem drei Marken ans Herz legen: «Ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis bieten zum Beispiel Helme von Shark. Marken wie Shoei und Arai stellen ebenfalls gute Kopfschutzsysteme her, sind aber etwas teurer.»
sgo/sca/ivb/news.de
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Fachredakteur Timo Großhans arbeitet beim Motorradmagazin MO und nicht bei Motorrad. Und er empfiehlt auch nicht nur die genannten drei Marken sondern findet zum Beispiel auch Davida voll gut.
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