Audi A1 1.2 TFSI Der U 30-Audi

Der U 30-Audi (Foto)
10.000 A1-Fahrzeuge wurden bereits vorbestellt, sagt Audi. Bild: pi

Der Mini muss sich warm anziehen: Audi erweitert seinen Premium-Anspruch nach unten. Der sportliche A1 ist praktisch und sparsam. Bei der Ausstattung schaut man aber in die Röhre - oder zahlt kräftig drauf.

Breite Scheinwerfer mit LED-Tagfahrlicht, Singelframe-Kühlergrill, ein leicht grimmiger Blick. Der Audi A1 ist seinen großen Brüdern wie aus dem Gesicht geschnitten, und das muss er wohl auch sein. Schließlich soll er Audis Premium-Anspruch in die Niederungen der Kleinwagenwelt tragen. Schon 1974 wagten die Ingolstädter mit dem Audi 50, den VW als Polo übernahm, einen Ausflug ins Zwergen-Segment. Seitdem gingen die Autos mit den Ringen eher in die Breite.

Noch nie gab es für ein Audi-Modell derart viele Vorbestellungen. Rund 10.000 Fahrzeuge sind laut Audi bereits geordert worden, obwohl der A1 erst im September auf den Markt kommt. Audi erhofft sich viele Neukunden bei den unter 30-Jährigen und erwartet einen Frauenanteil von 50 Prozent.

Audi A1 1.2 TFSI
Sportlich, sparsam, ohne Extras
Sportlich, sparsam, ohne Extras (Foto) Zur Fotostrecke

Der kleinste Audi seit dem A2 ist 3,95 Meter lang und 1,74 Meter breit, in der Basisausführung bringt das Auto 1040 Kilogramm auf die Waage. Im Fond kann man als Erwachsener mit der Kopffreiheit leben. An den Knien wird es etwas knapp, es ist aber auszuhalten, wenn man nicht gerade von der Nordsee an die Alpen fährt. Der A1 ist übrigens kein Fünfsitzer wie der Polo, sondern hat nur vier Plätze.

Der Audi schluckt maximal 920 Liter

Der Kofferraum fasst 270 Liter. Der Gepäckraumboden lässt sich in zwei verschiedenen Positionen einrasten. Wenn man die hintere Sitzfläche nach vorn klappt, kann man die Lehnen umlegen und erhält so eine zwar immer noch kurze, aber ebene Ladefläche. Maximal schluckt der Audi 920 Liter. Damit man sperrige Güter mit offener Klappe transportieren kann, befinden sich hinter dem Kofferraumdeckel kleine Rückleuchten mit integrierten Blinkern.

Das Cockpit des A1 ist perfekt zugeschnitten, die Armaturen sind übersichtlich und die Bedienelemente gut erreichbar. Materialanmutung und Verarbeitungsqualität lassen keine Wünsche offen. Einige Zierelemente sind aber erst mit aufpreispflichtigen Paketen an Bord, ebenso wie die vielen Möglichkeiten zur Individualisierung des Exterieurs. Die Sitze sind bequem und bieten am Rücken guten Seitenhalt, würden aber eine straffere und längere Beinauflage vertragen. Das Navigationssystem gibts nicht Serienmäßig, sondern erst ab 1160 Euro Aufpreis.

In 11,7 Sekunden auf Tempo 100

Unter der Haube stehen der Turbo-Benziner 1.2 TFSI mit 86 PS, der 1.4 TFSI mit 122 PS sowie der Dieselmotor 1.6 TDI mit 105 PS zur Verfügung. Später folgt ein 90 PS-Diesel, der laut Werksangabe einen Durchschnittsverbrauch von 3,8 Litern pro 100 Kilometer erzielt.

Der Basismotor mit 86 PS und Fünfgangschaltung dürfte den meisten Ansprüchen bereits genügen, er ist drehfreudig und beschleunigt den A1 ohne jede Anfahrtsschwäche in 11,7 Sekunden von 0 auf 100 Km/h. Wie alle A1-Motoren hat der 1.2 TFSI eine Sprit sparende und sehr sanft arbeitende Start-Stopp-Automatik an Bord. Der Durchschnittsverbrauch liegt bei 5,1 Litern pro 100 Kilometer. Der 122 PS-Benziner hängt natürlich noch besser am Gas und klingt schön kernig. Selbst bei 200 Km/h auf der Autobahn hält sich der Geräuschpegel aber im Rahmen.

Jedes Extra kostet extra

Das Fahrwerk des A1, der technisch eng mit dem Polo verwandt ist, hat beim Basismodell eine komfortable Abstimmung. Der Audi lenkt nicht so zackig und knackig ein wie der Mini, dafür schluckt er Bodenwellen sehr gut weg. Mit dem Sportfahrwerk (Serie bei Ambition-Ausstattung) fährt sich der A1 direkter und agiler, nimmt Unebenheiten aber spürbar härter als in der normalen Ausführung. Bei allen Modellen ist neben ESP auch eine elektronische Differenzialsperre an Bord, die die Traktion verbessert. Der A1 ist in den Ausstattungslinien «Attraction» ab 15.800 Euro  und «Ambition» ab 17.200 Euro zu haben.

«Attraction» kann man durchaus wörtlich nehmen, denn das Basismodell zieht die Aufpreisliste magisch an. Sogar die Klimaanlage kostet 900 Euro extra. Serienmäßig sind unter anderem CD-Radio, Start-Stopp-Automatik und elektrische Fensterheber an Bord. Ähnlich wie beim Mini dürften die meisten A1 also kaum zum Basispreis den Händlerhof verlassen. Citroën zeigt sich bei seinem Lifestyle-Gleiter DS3 großzügiger - Nebelscheinwerfer und Tempomat zum Beispiel sind immer serienmäßig an Bord, die Klimaanlage ab der zweiten Ausstattungsstufe.

bok/sgo/news.de/pi

Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • Pazifiko
  • Kommentar 1
  • 15.12.2012 11:56

In einer Schmarotzerrepublik investiert ein Arbeitnehmer viel Geld in ein Auto aus heimischer Produktion um damit zur Arbeit zu fahren zwecks Einkommen für seine Familie und sich sowie nebenbei auch den Staat (Steuerabgaben), und um nach einem Unfall mit Totalschaden auf dem Arbeitsweg keine Steuererleichterung zur Abmilderung noch bestehender Restfinanzierung zu bekommen, während Bezieher von staatlichen Fürsorgemitteln Prämien im Rahmen eines Konsumpaketes zur Förderung der nationalen Wirtschaft erhalten, mit der sie sich letztlich doch nur billige Vehikel aus Niedriglohnländern finanzieren!

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