VW Jetta Strickjacke ade

Strickjacke ade (Foto)
VW hat die neue Jetta-Generation in den USA vorgestellt. 2011 soll die Stufenheck-Limousine nach Deutschland kommen. Bild: dpa

Weg vom Rentner-Image: Der neue Jetta wurde in New York vorgestellt. Nach Deutschland kommt die VW-Limousine erst 2011. Der Einstiegspreis liegt bei weniger als 20.000 Euro. Das Design ist deutlich an die kommende Generation des Passat angelehnt.

Pop-Star Katy Perry, eine der erfolgreichsten US-Sängerinnen der letzen Jahre, gab ein Kurzkonzert und sprang dem neuen VW Jetta bei ihrem neuesten Hit California Girls auch noch auf die Motorhaube. Mit dem Senioren- Image des Jetta ist es also ab sofort vorbei - zumindest wenn es Volkswagen nach geht. Schon am Tag vor der Weltpremiere des neuen VW Jetta war der legendäre Times Square zwischen den Ehrenmalen von Father Duffy und George M. Cohan kaum wiederzuerkennen. Weißer Sandstrand, echter Rasen und eine eigene Bühne - Volkswagen ließ es bei der Weltpremiere des neuen Jetta so richtig krachen.

Während andere Hersteller in wirtschaftlich schweren Zeiten ihre Wunden lecken, gehen die Wolfsburger in die Vollen. «Wir schlagen mit dem neuen Jetta ein neues Kapitel auf», läutete Stefan Jacoby, CEO von VW Nordamerika ein. Produziert wird der neue Jetta in Mexiko. Auf der Detroit Motorshow Anfang 2011 feiert der etwas größere New Midsize Sedan seine Weltpremiere, der dann im neuen US-Werk Chattanooga entsteht. Wolfsburg nimmt die USA ins Visier.

VW Jetta
Big im Big Apple

Jetta und Deutschland - eine Geschichte voller Missverständnisse

Taxis rauschen vorbei und in den Touristenbussen klicken Fotoapparate. Der Jetta in den USA und in Deutschland - das sind zwei Welten, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Hierzulande hat der Jetta den Sprung zur erfolgreichen Sportlimousine nie geschafft. In Deutschland ist der VW Jetta im Gegensatz zum legendären Golf eine Langweilerkiste, wie sie müder kaum sein könnte. Die technischen und praktischen Qualitäten des Fahrzeugs sind seit Jahr und Tag unbestritten, doch kaum jemand unter 65 Jahren würde in unseren Breiten freiwillig erzählen, einen Jetta zu fahren.

In den USA sieht das völlig anders aus. Hier zählt die Stufenheckversion des Golf trotz Vorderradantriebs als echte Sportlimousine - fast wie in Deutschland ein dynamischer 3er BMW. Die ungewöhnlichen Lorbeeren hat sich der Jetta in den 80er Jahren verdient, als er mit leistungsstarken GTI- Motoren eine günstige Möglichkeit war, ein vergleichsweise sportliches Auto aus Europa zu bewegen. Volkswagen hat sich in den letzten Jahren mehr schlecht als recht bemüht, dem Jetta auch bei uns ein etwas jüngeres Image zu verpassen. Wenn es einen Markt gibt, auf dem Jetta erfolgreich läuft, dann sind es die USA. Daher auch die Weltpremiere in Manhattan.

VW gibt sich selbstbewusst

Einmal mehr zeigen die Wolfsburger ihr ganzes Selbstbewusstsein und ihre Vorherrschaftsansprüche auf dem automobilen Weltmarkt. Noch vor Jahren hätte man den Jetta still und leise in die breite Modellpalette einlaufen lassen. Allenfalls an eine Präsentation auf einer kleinen Messe wäre denkbar gewesen. Doch beim neuen Jetta war es damit nicht getan. Der neue VW Jetta soll mit dem Auftritt von Katy Perry gerade in den USA einen Raketenstart bekommen und die Konkurrenz blickt ungläubig nach Wolfsburg wie das Landei, das zum ersten Mal auf dem Times Square steht und den Mund am Father Duffy Square nicht mehr zu bekommt.

Aktuell verkauft sich der Jetta in den USA jährlich mehr als 100.000 Mal. Das neue Modell soll einen gewichtigen Anteil daran haben, dass sich das gesamt verkaufte Volkswagen-Volumen in den Vereinigten Staaten bis 2018 auf mehr als 800.000 Fahrzeuge pro Jahr verdreifacht. Der neue Jetta hat mit seinem müden Vorgänger nicht viel mehr als das Signet am Heck gemein. 9,6 Millionen Jettas wurden im Laufe der Jahrzehnte verkauft.

USA sind der Hauptabsatzmarkt

Gerade die USA werden dafür sorgen, dass es bald deutlich mehr werden. Die auf der Detroit Motorshow gezeigte Vision des Mittelklasse- Coupés (NCS) hatte bereits erahnen lassen, dass der neue Jetta sich alles andere als müde präsentieren würde. Ein Blick auf die eigens aufgebaute Bühne am Times Square zeigt, dass die Erwartungen nicht zu groß waren. So zeigt sich der neue Jetta zwar nicht mit derart deutlichen Anlehnungen an das Audi A5 Coupé wie die Messe-Studie, aber kaum jemand kommt auf die Idee, dass der Jetta ein Golf-Ableger sein könnte.

Der Preis für das Basismodell VW Jetta S liegt in den USA bei 15.995 Dollar. Marktstart ist Ende September. Weitere Ausstattungsvarianten sind Jetta SE, SEL und TDI. In Europa kommt der neue VW Jetta Anfang 2011 zu Preisen ab unter 20.000 Euro auf den Markt. Hier wird es bei den Bezeichnungen Trendline, Comfortline und Highline bleiben. Das Basismodell verfügt unter anderem über eine geteilte Rücksitzlehne, Kofferraum-Fernentriegelung, Klimaanlage und sechs Airbags.

Mehr über den neuen VW Jetta erfahren Sie in unserer Bilderstrecke.

sgo/sca/news.de/pi

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