Die ewige Nummer Eins: Der Golf ist das Maß der Kompaktklasse, der Meistgekaufte in Deutschland und das meistgebaute Auto der Welt. Doch auch als Gebrauchter ist der Golf eine Bank. Allein hohe Versicherungseinstufungen trüben das Bild.
Es gibt Dinge, die ändern sich nie. Das gilt auch für die Statistik der Auto-Neuzulassungen. Dort findet auf den Plätzen zwar immer wieder ein reger Wechsel statt. Ganz vorne steht aber seit Jahren die gleiche Marke: Volkswagen. Und nachdem früher der legendäre Käfer für die Wolfsburger diesen Job erledigen musste, ist nun der Golf die Nummer Eins.
Kein Wunder, dass die komplette Gruppe der Kompaktfahrzeuge meist einfach Golfklasse genannt wird. Mittlerweile wird das Erfolgsmodell in der sechsten Generation gebaut. Für Gebrauchtkäufer ist daher der immer noch junge Vorgänger interessant. Der ist nicht nur optisch zeitlos, sondern gibt auch in der Pannenstatistik des ADAC ein gutes Bild ab.
Die kurz Golf V genannte Generation zählt nach Angaben des Automobilclubs zu den zuverlässigsten Modellen der Kompaktklasse. Auch im Vergleich zum davor angebotenen Golf IV hat sich die Mängelhäufigkeit verbessert. Die Pannenfälle liegen auf einem niedrigen Niveau, auch wenn es vor allem anfangs noch Fertigungsmängel wie sich lösende Türaußendichtungen gab. Weitere bekannte Mängel waren Motorschäden beim «TDI» genannten Turbodiesel in den Jahren 2004 und 2005. Außerdem gab es undichte Ölwannen sowie defekte Ölablassschrauben bei den Benzinern. Auch das Motormanagement bereitete bei einigen Varianten zeitweise Probleme.
Golf V ab 2003 gebaut
Der Golf V löste Mitte 2003 den seit 1997 gebauten Golf IV ab. Wie üblich gab es in den Folgejahren immer neue Motorvarianten. Beim Golf V kamen aber auch neue Modellvarianten hinzu: So wurden ab 2005 der geräumige Golf Plus angeboten. Anfang 2007 erschien der Cross Golf mit einer an Geländewagen angelehnten Optik. Mitte 2007 komplettierte die Kombiversion Variant die Baureihe, die dann 2009 vom aktuellen Golf VI abgelöst wurde.
Im Hinblick auf die angebotene Motorisierungen herrscht beim Golf V Vielfalt. Den Einstieg bei den Benzinern stellt ein müder und zudem unzeitgemäß durstiger 1,4-Liter-Motor mit 75 PS dar, danach geht es in kleinen Schritten über 115 oder 140 PS bis hin zum Sechszylinder mit 3,2 Litern Hubraum und 250 Pferdestärken. Die Diesel starten bei 75 PS, die Spitze ist bei 170 PS erreicht.
Ein Golf 1.4 Trendline aus dem Jahr 2003 kostet heute laut Schwacke-Liste etwa 6150 Euro. Ein Golf 2.0 GTI Baujahr 2006 steht mit 13.900 Euro in der Liste. Ein Dieselmodell Golf 2.0 TDI Comfortline von 2008 sollte für etwa 14.550 Euro zu bekommen sein.
sgo/ham/news.de/dpa