Rußfilter Staatshilfe für Wohnmobile

Rußfilter-Förderung 2010 jetzt klar (Foto)
Die Staatshilfen für den Einbau von Rußpartikelfiltern reicht noch für 160.000 Fahrzeug. Auch Wohmobile und Transporter werden gefördert. Bild: dpa

Noch 160.000 Dieselfahrzeuge können mit einem Rußfilter auf Staatskosten nachgerüstet werden. Erstmals können aber nicht nur Pkw-Besitzer das Geld beantragen. Auch die Umrüstung größerer Fahrzeuge ist möglich.

Wer sein Diesel-Auto mit einem Rußpartikel-Filter noch in diesem Jahr nachrüsten lässt und die 330 Euro Staatshilfe kassieren will, muss sich beeilen: Im Bundeshaushalt sind nur noch knapp 53 Millionen Euro für etwa 160.000 Nachrüstungen. Zudem werden erstmals auch Transporter und Wohnmobile bis jeweils 3,5 Tonnen in diese Förderung einbezogen.

Das sieht eine neue Förderrichtlinie vor, die in Kraft getreten ist - und zwar für Diesel-Pkw mit Erstzulassung vor 2007, auch wenn sie seit Anfang 2010 schon nachgerüstet wurden. Es geht um eine befristete Anschlussförderung des 2009 ausgelaufenen Programms. Die Nachrüstung erlaubt mit grüner Plakette die Nutzung der mehr als 40 städtischen Umweltzonen.

Die 330 Euro werden nur noch als Barmittel ausgezahlt und nicht mehr auch in Form einer Kfz-Steuerermäßigung wie im Vorgängerprogramm seit April 2007. Die Förderanträge können erst vom 1. Juni 2010 bis 15. Februar 2011 beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gestellt werden, berichtete das Bundesumweltministerium. Die nötigen Antragsformulare stünden erst dann im Internet - ähnlich wie bei der 2500 Euro umfassenden Abwrackprämie.

«Ausgezahlt wird in der Reihenfolge der beim Bafa eingegangenen vollständigen Antragsunterlagen», stellte das Ministerium zum Anheizen der Nachrüstungs-Aktivitäten fest. Bis Herbst 2009 waren nach Schätzungen von Fachleuten etwa 400.000 Fahrzeuge nachgerüstet worden.

Im Vergleich zum Pkw sind für die erstmals geförderten kleinen Nutzfahrzeuge und Wohnmobile die Bedingungen noch eingeschränkter: Sie müssen vor dem 17. Dezember 2009 erstmals zugelassen worden sein und im Zeitraum 13. Mai 2010 bis einschließlich 31. Dezember 2010 nachgerüstet werden, wenn sie die Staatshilfe in Anspruch nehmen.

Die Nachrüstung dient dem Klimaschutz und schützt vor allem vor feinsten Rußpartikeln und damit vor der Erkrankung der Atemwege. Zugleich werden nachgerüstete Fahrzeuge vom Kfz-Steuermalus von 1,20 Euro pro angefangenen 100 Kubikzentimeter Hubraum befreit, den die «Stinker-Diesel» ansonsten zahlen müssen. Auch der Wiederverkaufswert der Fahrzeuge erhöht sich durch den Filtereinbau.

Umweltschützer hatten kritisiert, dass die Transporter nicht mit mehr Geld gefördert werden, da die Nachrüstung hier deutlich mehr als 1000 Euro kosten dürfte. Auch größere Nutzfahrzeuge bis zwölf Tonnen sollten in die Regelung einbezogen werden.

/ivb/dpa

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