Toyota Prius Plug-in Mobil mit Stecker

Mobil mit Stecker (Foto)
Der automobile Elektro-Alltag: Testflotten des vollelektrischen Prius sind bereits unterwegs. Bild: press-inform

Sonntagmorgen, halb zehn im Herzen von Tokio. Die Straßen sind leer – wie sonst fast nie in der Millionenstadt. Ideale Bedingungen für die erste Testfahrt mit dem Toyota Prius Plug-in. Zu kaufen gibts den Japaner vorerst allerdings nicht.

Wo könnte ein Toyota Prius besser hinpassen als in die überfüllten Straßen der japanischen Megacity? Sonntagmorgens ist die Welt hier auch für Autofahrer noch in Ordnung. Der ebenso bunte wie nervenaufreibende Verkehr nimmt erst langsam zu. Der Prius, polarisierender Hybridpionier, ist seinen Kinderschuhen längst entwachsen. Mittlerweile steht die dritte Generation im weltweiten Handel. Das wenig schmuckvolle Design ist geblieben, doch jetzt geht Toyota in die Vollen. Denn so wenig sich das hellblaue Testfahrzeug optisch von der aktuellen Generation von der Stange unterscheidet – es ist ein völlig anderes Auto. Denn die ersten Testflotten von Prius-Modellen mit Plug-in-Hybrid bevölkern die Straßen von Tokio, sowie bald von Städten in Europa und den USA.

Toyota Prius
Ausfahrt in die Zukunft

Toyotas Plug-in-Hybrid basiert auf dem normalen Prius, verfügt jedoch zusätzlich über eine elektrische Lademöglichkeit am vorderen linken Kotflügel. Hier sitzt ein zweiter Tankeinfullstutzen, dem jedoch an der normalen Zapfsäule keinerlei Bedeutung zukommt. Dafür lässt sich der Plug-in-Prius per mitgeführtem Stromkabel an einer Ladestation mit Strom befüllen. «Hier in Tokio gibt es aktuell rund 100 solcher Stromzapfsäulen», erzählt Projektmanager Ryuzo Oshita, der in den Plug-in-Modellen bereits unzählige Kilometer zurückgelegt hat, «der Ladevorgang dauert je nach Spannungsversorgung zwischen 100 und knapp 200 Minuten.»

Wer zu seinem Prius kommt, zieht den Stromstecker ab, schließt die Abdeckung und startet den geräuschlosen Elektromotor per Knopfdruck. «Mit einem komplett vollen Akku hat der Plug-in-Prius eine Reichweite von exakt 23,4 Kilometern», ergänzt Hisashi Nakai, bei der Toyota Motor Corporation für die technische Entwicklung des Prius zuständig, «die reale Reichweite hängt natürlich von den äußeren Rahmenbedingungen ab.»

Elektrotankstellen zeigt das Display an

Auf dem Navigationsbildschirm im Armaturenbrett sind nicht nur Straßen und Staumeldungen, sondern auch die lokalen Elektrotankstellen zu erkennen. Von innen und außen unterscheidet sich der Plug-In-Hybrid nur durch die zweite Tankklappe am vorderen Kotflügel. Zudem steht nicht das ganze Kofferraumvolumen zur Verfügung, da die Lithium-Ionen-Akkus mit einem Fassungsvermögen von 5,2 kWh unter dem leicht erhöhten Ladeboden versteckt sind.

Zu kaufen ist der Toyota Prius Plug-in jedoch derzeit weder in Japan, noch in den USA oder Europa. «Hier bei uns in Tokio testen wir den Wagen derzeit mit Flottenkunden», berichtet Ryuzo Oshita, «gegen eine entsprechende Leasinggebühr. Es geht darum, Erfahrungen beim Betrieb der Plug-In-Technik zu sammeln.» Doch nicht nur in Tokio und Umgebung können Behörden, Wirtschaftsverbände, Universitäten und Ministerien rund 230 Modelle des Zukunftshybriden testen. Weitere 150 Testmodelle kommen in den die USA, während in Straßburg derzeit eine Flotte von 100 Plug-In-Prius-Modellen installiert wird, die drei Jahre in einem Testlauf unterwegs sein soll. Hier soll es um Möglichkeiten von Ladung, Einsatzmöglichkeiten und Abrechungsmodellen gehen. Eine Handvoll Fahrzeuge wird noch in diesem Jahr auch zu Alltagstests nach Deutschland kommen.

Neuvorstellung
Toyota Prius III

Erfahren Sie mehr über den Elektro-Prius in unserer Bilderstrecke.

sgo/news.de/pi

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