Die deutschen Schotten
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Mündig und knauserig – das war das Motto der Autofahrer 2009: Sie sind gut informiert und kaufen hauptsächlich Kleinwagen. In die Werkstatt kam der Wagen eher selten. Dafür zogen im vergangenen Jahr die Neuwagenverkäufe kräftig an. Alles zum DAT-Report 2010.
Das vergangene Jahr war für die Deutschen ein günstiges Jahr für den Autokauf. Waren die Durchschnittspreise für einen Neuwagen zuvor gestiegen, mussten die Deutschen im Jahr 2009 im Schnitt fast 3500 Euro weniger für ein neues Auto hinlegen
Klein und billig im Trend
Das ergab der in Ostfildern veröffentlichte DAT-Report 2010 des Marktforschungsinstituts Deutsche Automobil Treuhand. Ein Neuwagen kostete demzufolge durchschnittlich 22.520 Euro. Im Vorjahr lag der Durchschnittspreis bei 25.990 Euro. Das lag vor allem an der Abwrackprämie und zusätzlichen Händlerrabatten. Durch sie wurden eher kleinere und damit billigere Autos gekauft.
Auch bei der Wartung ihrer Fahrzeuge zeigten sich die Bundesbürger knauserig. Nur 74,5 Millionen Mal ließen sie ihren Wagen reparieren oder warten. Im Vorjahr lag die Anzahl der Reparaturen noch bei 82,2 Millionen. Insgesamt konnten die Kfz-Werkstätten laut Studie nur 66 Prozent aller zugelassenen Fahrzeuge inspizieren.
Internet auf dem Vormarsch
2009 wurden rund 3,8 Millionen Autos neu zugelassen - ein Plus von 23,2 Prozent. Zusätzlich fanden rund sechs Millionen gebrauchte Autos einen neuen Besitzer - ein Rückgang von 1,6 Prozent. Dabei musste der Privatmarkt Einbußen hinnehmen. Sein Marktanteil sank zugunsten der Händler von 45 Prozent auf 41 Prozent.
Das Internet ist als Informationsquelle auch beim Autokauf der Studie zufolge weiter auf dem Vormarsch. Vor dem Gebrauchtwagen-Kauf informierten sich alle Interessenten im Internet. Käufer von neuen Autos suchten hingegen vor allem das Gespräch mit dem Händler. Für den DAT-Report wurden rund 4000 deutsche Autokäufer von Oktober 2009 bis Januar 2010 repräsentativ befragt.
sgo/sis/news.de/dpa
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