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Anfangs der Strich Acht, jetzt also die C-Klasse: Seit Markteinführung 1993 ist der kleine Daimler in vielen Augen mal wieder der letzte echte Mercedes. Das stimmt so zwar nicht ganz, aber als junger Gebrauchter ist er tatsächlich ein solider Kauf.
Als kleinster Mercedes geht die C-Klasse schon lange nicht mehr durch. Schließlich haben diese Stellung mittlerweile die A- und die B-Klasse eingenommen. Für nicht wenige Autofahrer gilt die C-Klasse aber immer noch als kleinster «echter» Mercedes.
Denn bei A- und B- handelt es sich eher um Van-förmige Karosserien, während die C-Klasse noch immer die typische Limousine beziehungsweise den klassischen Kombi verkörpert. Und auch in der Pannenstatistik des ADAC präsentiert sich vor allem die zweite Generation der C-Klasse als Mercedes mit den einst gewohnten Tugenden.
Anfangs Rostprobleme
Die intern W 203 genannte zweite Generation der C-Klasse hat sich nach Angaben des Automobilclubs vor allem ab dem Modelljahr 2004 verbessert. Seit diesem Zeitpunkt belegt das Auto in der Pannenstatistik nur noch vordere Plätze. Die in der Statistik festgehaltenen Probleme betreffen daher auch vor allem Fahrzeuge, die vor diesem Termin gebaut wurden. Ärgerlich für Gebrauchtkäufer ist unter anderem, dass bei Fahrzeugen bis Baujahr 2002 Kantenrost auftreten konnte. Das gilt speziell für den Tür- und Heckklappenbereich, die Motorhaube sowie Schiebedach und Kotflügel. Ab 2003 gab es dann eine vollverzinkte Karosserie.
Der erste Mercedes mit Bezeichnung C-Klasse erschien 1993 und löste den bisherigen 190er ab. Der Nachfolger in Form der zweiten Generation kam im Jahr 2000. 2001 folgte das wenig gefragte C-Klasse Sportcoupé. Auch der neue Kombi mit der traditionellen Bezeichnung T-Modell kam zu den Händlern. Anfang 2004 bekam die C-Klasse ein Facelift, die nunmehr dritte Generation kam 2007 auf den Markt.
Das Motorenangebot unterscheidet sich je nach Modelljahr und -generation. Es gibt Vierzylinder mit 122 PS ebenso wie Sechszylinder mit 204 PS oder Achtzylinder mit bis zu 367 PS. Diesel finden sich mit 705 PS ebenso wie mit 231 PS. Diese breite Auswahlmöglichkeit lässt den kleinen Daimler auf Wunsch zum Bauern-Trekker oder zum Porsche-Vernichter werden.
Bitte wählen sie
Das geht im Innenraum konsequent weiter: Die C-Klasse ist eines der Fahrzeuge mit den meisten Kombinationsoptionen überhaupt. Das freut auch Gebrauchtwagenkäufer, die auf Luxus, nicht aber auf Prestige verzichten wollen. Denn Fahrzeuge mit wenig Ausstattung sind reichlich vorhanden und oftmals ein echtes Schnäppchen - auch mit kräftigen Motoren. Mercedes sei Dank ist Verarbeitung und Fahrgefühl bei allen Varianten auf einem hohen Niveau. Ein positiver Aspekt, den die C-Klasse von ihrem wegweisenden Vorgänger, dem 190er, erben konnte.
Ein C 180 Classic aus dem Jahr 2001 wird laut Schwacke-Liste heute bereits für etwa 8000 Euro angeboten. Für etwa 18.500 Euro gibt es einen C 230 Elegance Sport Edition von 2007. Ein Diesel-Kombi C 320 T CDI Elegance DPF Sport Edition+ aus dem gleichen Jahr steht mit 20.250 Euro in der Liste.
sgo/news.de/dpa
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