Urteil bestätigt Wer falsch tankt, ist selbst schuld

Wer sein Auto falsch betankt, muss die folgenden Reparaturkosten selbst zahlen. Das bestätigte erneut ein Urteil des Oberlandesgerichts Hamm. Geklagt hatte ein Mann gegen Tankstellenbetreiber und eine Mineralölgesellschaft, weil er Diesel statt Super getankt hatte.

Falsch-Tanker zahlen selbst (Foto)
Wer sein Auto falsch betankt, der muss die Reparaturkosten selbst tragen. Bild: dpa

Autofahrer, die die Zapfsäulen einer Tankstelle verwechseln, müssen eine eventuelle Reparatur des Motors ihres Fahrzeugs aus eigener Tasche zahlen. Auf eine entsprechende Entscheidung des Oberlandesgerichts (OLG) Hamm macht der Kölner Rechtsanwalt Andreas Müller-Wiedenhorn aufmerksam.

Statt Diesel habe der klagende Autofahrer Super getankt und damit einen kapitalen Motorschaden verursacht, erläutert der Anwalt. Als Schadenersatz habe der Falschtanker von dem Tankstellenbetreiber und der Mineralölgesellschaft rund 7200 Euro zuzüglich Zinsen verlangt.

Seine Begründung: Die Anordnung der Zapfsäulen, bei der sich die Säulen für Diesel an den beiden äußeren Enden der Batterie befunden hätten, sei verwirrend. Nachdem er mit seiner Klage bereits vor dem Landgericht Bochum gescheitert war, hätten auch die Richter des OLG Hamm keine Pflichtverletzung der Beklagten erkennen können und seine Berufung abgewiesen.

Weder die Tankstellenbetreiberin noch die Mineralölgesellschaft hätten nach Meinung des Gerichts ihre Verkehrssicherungs- und Sorgfaltspflichten verletzt. Denn Nutzer einer solchen Anlage müssten nur vor solchen Gefahren geschützt werden, die sie bei sorgfältigem Verhalten erfahrungsgemäß nicht oder nicht rechtzeitig erkennen können. «Davon kann aber nach Meinung des Gerichts in diesem Fall keine Rede sein», erläutert Müller-Wiedenhorn das Urteil.

tfa/sgo/ivb/news.de/ddp

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