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Von news.de-Redakteur Sascha Gorhau
Artikel vom 26.02.2010
Erfolg mit Plastik: Der Rollermarkt hat sich prächtig entwickelt. Neben den klassischen 50ern haben besonders die hubraumstarken Modelle stark zugelegt. Neben Praktikabilität und Fahrspaß machen Roller auch aus Umweltsicht Sinn.
Der Frühling steht vor der Tür, und Zweiradfans fiebern schon der warmen Jahreszeit entgegen. Doch Roller haben das ganze Jahr über Saison. Und sie sind beliebt. Zwar sind die Zulassungszahlen im vergangenen Jahr 2009 zurückgegangen, das jedoch auf hohem Niveau: In den Vorjahren stiegen die Neuanmeldungen kontinuierlich - allein von 2007 bis 2008 gab es ein Zulassungsplus von satten 34 Prozent.
Doch Roller ist nicht gleich Roller. Schon bei der Leistung gibt es gravierende Unterschiede: Kleine 50er machen hauptsächlich Jugendliche und Pendler auf Kurzstrecken mobil, während Hubraumriesen vom Schlage eines Suzuki Burgman 650 bis zu 56 PS ans Hinterrad drücken und auch Umsteiger vom Motorrad gewinnen können. «Der klassische 50er Roller ist ziemlich konstant in seinen Zulassungszahlen. Allerdings hat er in den letzten fünf bis sechs Jahren nochmal kräftig zugelegt», weiß Jörg Müller, Marketingleiter des taiwanesischen Zweiradbauers Kymco.
Piaggio ist die Nummer eins
Eine andere Erklärung hat Paul Rowney, der sich bei den Japanern von Suzuki für das Marketing verantwortlich zeichnet: «Das 50er-Revival kam eigentlich schon in den späten 1990er Jahren. Nochmal richtig angezogen haben die Verkäufe allerdings ab 2008. Der Grund dafür war der deutliche Anstieg der Spritpreise. Da haben sich viele Gedanken gemacht, ob ein Zweitwagen wirklich sein muss.»
Der Rollermarkt ist im Großen und Ganzen aufgeteilt zwischen Italien und Asien. Marktführer ist laut Angaben des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) Piaggio. Die Italiener konnten im Vorjahr 5736 Roller absetzen. Auf den weiteren Plätzen folgen nach Informationen des KBA weit abgeschlagen Suzuki, Aprilia, Honda, Yamaha und Kymco.
Doch warum entscheiden sich die Käufer für einen Roller? «Der finanzielle Anreiz ist sekundär», meint Paul Rowney. «Der wahre Grund ist das Erlebnis. Zweiradfahren ist ein ganzheitliches Umwelterlebnis. Gerüche, der Wind, die frische Luft - ein Zweirad ist zudem unkompliziert. Ein Roller ist funktional und integriert sich natürlich in das Leben.»
Spaß vor Vernunft also. Angenehmer Nebeneffekt ist die Umweltfreundlichkeit, die auf zwei immer höher ist als mit vier Rädern: Geringeres Gewicht, niedrigerer Materialaufwand und nicht zuletzt deutlich weniger Spritverbrauch sorgen in der Summe dafür, dass der Roller eine bessere Umweltbilanz aufweisen kann als jeder Pkw.
Das scheint auch bei alteingesessenen Bikern angekommen zu sein. Immer mehr Umsteiger von Motorrädern entdecken das Scooteruniversum. Denn dank den inzwischen auch ansprechenden Fahrleistungen von großen Rollern meistern die hubraumstarken Exemplare den Spagat zwischen Spaßgefährt und den Vorteilen des Aufbaus von Rollern: unkomplizierte Bedienung, guter Wetterschutz und Stauraum. Auch die letzte Bastion der Motorräder scheinen die praktischen Plastikraketen genommen zu haben: «Auf den Alpentouren sind inzwischen auch die Großroller angekommen. Das waren bis vor wenigen Jahren absolute Ausnahmen», argumentiert Jörg Müller.
Risiko Baumarktroller
«Der Roller ist salonfähig geworden», fasst Müller die Entwicklung zusammen. Vor allem aber ist der Roller baumarktfähig geworden. Der Verkauf von billigen No-Name-Rollern macht inzwischen knapp die Hälfte der Verkäufe bei den 50ern aus. Und die werden größtenteils in Baumärkten, manchmal auch in Supermärkten veräußert. Allerdings wird denen eine extrem kurze Halbwertszeit nachgesagt.
Außerdem gestaltet sich oft das Einfordern von Garantieansprüchen als schwierig, da es sich um Überseeimporte handelt, oft ohne Ansprechpartner in Deutschland. Jörg Müller: «Die Garantie muss jeder geben, aber ob der Kunde sie bekommt, ist eine andere Frage. Der Baumarkt kann nichts reparieren. So irrt der Käufer schließlich herum, bis ihm endlich irgendwo geholfen werden kann.»
mat/ivb/news.de
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Ich habe meine Konsequenzen schon gezogen. Im Sommer Husin 149Kubik Roller im Chinesengelb mit Diebstahlwarnanlage, Topcase für 1000 Euro 2009 neu gekauft, Im Nahverkehr Jahresnetzkarte MVV reicht vom Tegernsee über Augsburg bis zum Flughafen und für Transporte und mit dem MVV Nahverkehr schlecht erreichbare Ziele einen Kia Sorento mit Automatik. Innerhalb Deutschland ICE außerhalb Flieger. Die Autobahn hat mich schon lange nicht mehr gesehen und die Maut fuer PKW kommt so sicher wie das Amen in der Kirche. Auch ich sehe langsam aber sicher ein Ende des Individualverkehrs. Mag sein, noch 10-20 Jahre.
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