Mo., 21.05.12

Nissan Cube 18.01.2010 Kei-Car light

Nissan Cube (Foto)
Der Nissan Cube ist bald auch auf dem eurpäischen Automarkt. Bild: press-inform

In Nippon ist er Kult und Bestseller - nun kommt das Vehikel auf den europäischen Automarkt. Mit geschwungenen Linien und abgerundeten Ecken kommt er jedoch deutlich softer als sein Vorgänger daher.

Bei der Gestaltung der Frontpartie habe sich Designer John Sahs von einer Bulldogge mit Sonnenbrille inspirieren lassen. Beim Heckdesign vom verlängerten Rücken einer Jennifer Lopez, scherzt Thomas Ebeling, Nissans Marketing-Mann für Kleinwagen auf dem europäischen Markt. John, der Designer, lächelt etwas gequält. Er spricht lieber von geraden Linien und subtilen Kurven. Von der Form, die der Funktion folgt. Von unverwechselbaren Designmerkmalen wie dem asymmetrischen Heckfenster, die den Nissan Cube (Würfel) zu einer automobilen Stilikone machen.

Die Urversion des kantigen Kompaktwagens schickten die Japaner bereits 1998 an den Start. Die sorgte bereits für Aufsehen, weil sie mit dem strengen Aerodynamik-Credo der Epoche komplett brach. Vier Jahre später schob Nissan eine zweite Version des kultigen Würfels nach und auch die kam bei der japanischen Kundschaft außerordentlich gut an. 2008 präsentiert Nissan die dritte Auflage des automobilen Kultobjekts. Den eckigen Grundriss behielten die Designer bei. Mit geschwungenen Linien, abgerundeten Ecken und stärkeren Krümmungen in den Flanken verpassten sie dem kantigen Klotz aber einen deutlich softeren Look.

Ein Lifestyle-Würfel für Trendsetter?

Der asymmetrische Wagen läuft nun auch in einer gespiegelten Version, heißt mit Linkslenkung, vom Band. Denn nach der Einführung in den USA will Nissan den stylischen Würfel nun auch in Europa etablieren. Hüben wie drüben soll sich Cube vor allem bei trendbewußten Großstädtern als cooles Stadtauto empfehlen. Die Zielvorgaben hören sich noch recht bescheiden an. 2.000 Einheiten ihres Erfolgsmodells wollen die Japaner 2010 deutschlandweit an die Kundschaft bringen. Ganz leicht dürfte aber auch das nicht sein. Denn Cube wird sich seine Marktlücke erkämpfen müssen. Mit einer Länge von knapp vier Metern gehört er nicht zu den Cityzwergen. Das Innenleben macht ihn familientauglich: ein Raumwunder für zwei plus Anhang ist er aber nicht. Formbedingt gehört der kastige Japaner nicht zu den flotten Sprintern und "grüne" Antriebstechnik haben ihm die Nissan-Ingenieure auch nicht unter die Haube gepackt.

Eine beachtliche Portion Designermut können aber auch Kritiker dem Auto nicht absprechen. Um so erstaunlicher, dass es im Inneren der fernöstlichen Stilikone eher bieder zugeht. Kunststoffflächen in tristen Farben lassen das vom Hersteller versprochene Lounge-Gefühl gar nicht erst aufkommen. Das können selbst die weich gefederten und in der Tat recht gemütlichen Polstersitze nicht kompensieren. Regelrecht abweisend wirkt das karg bestückte Armaturenbrett, das sich den Passagieren quasi im 90-Grad-Winkel entgegenstellt. Wer sich vom Navi leiten lassen will, muss dem Gerät stets gut zuhören, weil sich die grafische Anzeige auf dem Display aus der Fahrerposition schlecht in Augenschein nehmen lässt. Mit pfiffigen Details, die das Leben im Auto schöner machen, kann der Kultwürfel auch nicht wirklich punkten. Wer sich in Sachen Kultstatus mit dem Mini messen will, muss auf jeden Fall mehr mitbringen.

Da Europas Autofahren höhere Leistungs- und Qualitätserwartungen haben als der Rest der Welt, hat sich ein 50-köpfiges Ingenieursteam um eine neue Motorkalibrierung und eine neue Fahrwerkabstimmung des Lifestyle-Würfels gekümmert. Dabei wurden alle Facetten der Fahrzeugdynamik  von der Beschleunigung über den Abrollkomfort, die Bremsen, die Stabilität bei Seitenwind und hoher Geschwindigkeit konsequent optimiert.

tin/sgo/news.de/pi
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Nissan Cube: Kei-Car light » Auto » Nachrichten

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