Mo., 21.05.12

BMW Concept Active E 18.12.2009 Voll auf E

Voll auf E (Foto)
Leiterbahnen auf der Karosserie: Diese auffällige Bemalung soll den 1er-Prototypen als Elektroauto kennzeichnen. Bild: dpa

Wir auch! Zur Detroit Motorshow surrt ein elektrisch betriebener BMW 1er aus den Münchner Entwicklungshallen. Der allerdings wird wohl nie in Serie gehen.

Die Nebelschwaden um das BMW Project-i scheinen sich langsam, sehr langsam zu lichten. Nachdem der Mini E vor einem Jahr der erste automobile Testballon mit einem reinen Elektroantrieb war, schiebt die Konzernmutter jetzt den ersten BMW nach. Ebenso wie der Mini E sieht auch der BMW Concept Active E aus, wie ein ganz normales Serienmodell - diesmal in Form eines 1er BMW in Coupéversion.

Doch wer den Startknopf am Armaturenbrett drückt, wartet vergeblich auf den Sechszylinderklang. Denn ein Elektromotor treibt nahezu lautlos die Hinterachse des weißen Sportcoupés an. Im Gegensatz zum Mini E verfügt der Elektro-1er über Platz für vier Personen und immerhin 200 Liter Stauraum. Das Herzstück des BMW Concept Active E, sein Elektromotor, ist in die Konstruktion der Hinterachse integriert. Die Akkus befinden sich unter der Motorhaube und im Bereich des gewöhnlichen Benzintanks.

Überraschend ist, dass der BMW Concept Active E hinter den Leistungsdaten des elektrischen Mini-Modells zurückbleibt. So soll für den sportlichen Vortrieb des 1,8 Tonnen schweren BMW-Prototypen ein neu entwickelter Elektrosynchronmotor sorgen, der 170 PS und ein maximales Drehmoment von 250 Newtonmetern liefert. Die elektrische Energie wird von einem Lithium-Ionen-Akku gespeichert, den BMW zusammen mit dem Batteriespezialisten SB LiMotive entwickelt hat.

Niedrige Leistung, geringe Reichweite

Den Spurt 0 auf 100 km/h soll der Elektro-1er in neun Sekunden schaffen. Die Höchstgeschwindigkeit wird bei 145 km/h abgeriegelt. Die Reichweite soll 240 Kilometer betragen. Bei zugeschalteten Verbrauchern wie Licht, Klimaanlage oder Heckscheibenheizung reduziert sich die Reichweite auf 160 Kilometer. Der Lithium-Ionen-Akku kann über einen Stromstecker ähnlich dem des Mini E in drei Stunden wieder aufgeladen werden - vorausgesetzt es kann ein Starkstromanschluss mit 50 Ampere genutzt werden.

In das Konzeptfahrzeug integriert ist eine intelligente Vernetzung. So kann der Ladezustand des Akkus zum Beispiel jederzeit über das Mobiltelefon abgefragt werden. Mit dem Handy lassen sich auch Klimatisierung oder Standheizung aktivieren. Seine Weltpremiere feiert der BMW Concept Active E auf der Detroit Motorshow Mitte Januar. Es ist anzunehmen, dass der Elektro-1er ebenfalls in einer Kleinauflage produziert und zu Testzwecken auf die weltweiten Straßen geschickt wird. In Europa, Asien und den USA sind derzeit bereits 600 Mini E auf Testtour unterwegs.

sgo/nbr/news.de/pi
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