Navi-Wettstreit Mobil versus Festeinbau

Navigationsgeräte (Foto)
Mobiles gegen eingebautes Navi - wer macht das Rennen? Bild: news.de

News.de macht den gnadenlosen Test: Ein festeingebautes Navigationssystem tritt gegen ein mobiles Gerät an. Wir klären, ob man wirklich Tausende Euro für eine gute Navigation ausgeben muss und welches Gerät den bequemsten Weg zum Ziel findet.

Wer sich für ein Navigationsgerät entscheidet, tut dies zumeist beim Kauf eines Neuwagens. Der Anteil der Fahrzeuge, die mit Navigationssystemen ausgeliefert werden, steigt stetig an. Die Geräte können immer mehr, doch nicht immer werden sie billiger. Zumindest dann nicht, wenn man sich für einen Festeinbau entscheidet. Gut und günstiger sieht es bei portablen Nachrüstlösungen aus.

Guter Rat ist teuer, eine gute Routenführung ebenso. Rund 400 Euro kostet das TomTom Go 940 Live, dazu kommen im Monat knapp 10 Euro Abonnementgebühren für die Nutzung von HD Traffic und weiterer Dienste. Bei fest installierten Systemen wird es vor allem bei den Premiumherstellern noch viel teurer. BMW hat aktuell zwar eines der besten Navigationssysteme auf dem Markt zu bieten, lässt sich das aber auch fürstlich entlohnen: Beim 3er kostet das Navi je nach Funktionsumfang zwischen 2300 und 3150 Euro. Wer TV-Empfang und die längst standesgemäße Bluetooth-Funktion dazu bucht, knackt fast die 4000-Euro-Marke.

Lotsen-Wettstreit
Mobiles Navi vs. Festeinbau
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Opel geht bei seinem Vorzeigemodell Insignia einen anderen Weg. Zwar gehört das Bildschirmnavigationssystem nicht zur Referenzklasse, doch ist es bereits ab der mittleren Ausstattungsvariante serienmäßig im Lieferumfang des Fahrzeugs enthalten. Das bietet kein anderer Hersteller in der Mittelklasse. Der Bildschirm kann in Sachen Auflösung und Detailgetreue nicht mit anderen Modellen und schon gar nicht mit dem Vorzeigemodell von BMW mithalten - doch die meisten Kunden werden Routenführung, Bedienung und den Verzicht auf einen Kabelsalat auf dem Armaturenbrett zu schätzen wissen.

Ohne Navi hoher Verlust beim Wiederkauf

Unter dem Strich lautete das Fazit: Wem es wirklich nur auf eine möglichst optimale Navigation ankommt, der kann auf fest installierte Systeme verzichten, denn die sind von den mobilen Lotsen in Sachen Routenberechnung und Stauumfahrung schon rechts überholt worden. Wer ein optimal in die Fahrzeugarchitektur integriertes System mit komfortabler Telefon-Funktion und Medien-Kompatibilität sucht und keinen Kabelsalat mag, wird um ein Festeinbau-Navi dagegen kaum herumkommen.

Vor allem bei Premiumherstellern wie BMW und Audi oder Fahrzeugen oberhalb der Mittelklasse kommt erschwerend hinzu, dass Autos ohne fest eingebautes Navigationsystem an Bord Nachteile beim Wiederverkauf haben. «Wenn wir zum Beispiel einen Audi A4 ohne Navigation in Zahlung nehmen, ziehen wir gleich einmal 1.000 Euro ab», so ein süddeutscher Audi-Händler, «bei größeren Modellen noch mehr».

Staumelder
Schneller am Ziel dank Echtzeit-Navigation
Schneller am Ziel dank Echtzeit-Navigation (Foto) Zur Fotostrecke

amg/news.de/pi

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