So., 12.02.12

Veronika... ... der Herbst ist da

Von news.de-Redakteur Sascha Gorhau

Artikel vom 08.10.2009

Der Sommer ist vorbei. Autofahrer müssen sich wieder auf kaltes und nasses Wetter einstellen. Im Herbst erfordern die Straßenverhältnisse besondere Aufmerksamkeit. So bedenkenlos wie im Frühling und im Sommer sollte man auf jeden Fall nicht mehr unterwegs sein.

Der Herbst birgt viele Gefahren. Im Oktober fällt lediglich der Startschuss für den Beginn der kurzen Tage und der langen Dunkelheit bis zum kommenden Frühling. Das Grundcredo für die kalte Jahreszeit lautet: Am Verkehr sollte man bewusster teilnehmen als im Frühling oder im Sommer.

Dass Laub auf der Straße zu erhöhter Rutschgefahr führen kann ist jedem klar. Besonders kritisch sind allerdings zwei Situationen. Erstens die Einfahrten in Waldschneisen. Dort liegen oft ganze Laubhaufen unvermittelt auf der Fahrbahn. Zweitens können Blätter bereits im Stand zur Gefahr werden: Liegen Sie auf dem Lüftungsgitter von Fahrzeugen, wird der Heizung buchstäblich die Luft abgedreht. Als Folge wird der Innenraum mäßig bis überhaupt nicht belüftet.

Die Wartung der Be- und Entlüftungselemente ist generell eine absolut unterschätzte Gefahrenquelle für Herbst und Winter. Bastian Roet vom AvD: «Die Klimaanlage bedarf regelmäßiger Wartung, ansonsten kann sie nur schlecht für gute Sicht sorgen, und außerdem zur krankheitserregenden Bazillenschleuder werden.» Besonders wichtig sei der Innenraumfilter, so der Verkehrssoziologe weiter. Sein Austausch ist billig und kann einfach selbst durchgeführt werden.

Beschlagen trotz all dieser Maßnahmen die Scheiben noch immer? Auch ein Leck im Fahrzeug kann Feuchtigkeit ziehen. Das kann bei einem Cabrio häufig am Dach sein. Auch poröse Dichtungen oder nicht ganz verschlossene Seitenfenster können die Ursache sein, dass Feuchtigkeit von außen ins Wageninnere gelangt.

Wenn die Scheiben von innen beschlagen, dann sollte das Nass mit einem trockenen und saugfähigen Schwamm von der Scheibe entfernt werden - vor dem Fahrtantritt! Wird direkt im Anschluss eine funktionsfähige Heizung aktiviert, ist freie Sicht garantiert. Während der Fahrt sollte an der Scheibe nicht gewischt werden. Die Aufmerksamkeit hat ausschließlich dem Verkehr zu gehören. Von außen ist das wichtigste Instrument für klare Sicht der Scheibenwischer.

Sehen und gesehen werden

Bastian Roet: «Einmal im Jahr sollte man die Wischblätter ohnehin erneuern. Wer von diesem Turnus abweicht, der sollte wissen, dass man die Blätter bereits dann wegwerfen kann, wenn damit nur einmal über eine Eisschicht gewischt worden ist. Generell gilt: Sobald die Wischleistung abnimmt, sollte man die Gummilippen wechseln. Einige aktuelle Fabrikate verfügen zudem über Markierungen, die einen Wechsel signalisieren.»

Ein elementarer Sicherheitsaspekt im Herbst und im Winter ist das Thema sehen und gesehen werden. Logisch, dass die Lichtanlage am Auto, am Kraftrad und am Fahrrad funktionieren muss. Dabei helfen Xenonlampen, adaptives Kurvenlicht und weiterer Beleuchtungsassistenten maßgeblich. Doch sie haben auch ihre Schattenseiten: Da die neuen Lampen heller leuchten, wird der Gegenverkehr stärker geblendet.

Dieses Problem darf aus einem Grund nicht unterschätzt werden: Mit zunehmenden Alter lässt beim Menschen nicht nur die Sehkraft nach, zusätzlich reagieren die Augen empfindlicher auf Lichtblendungen. Und das Durchschnittsalter der deutschen Verkehrsteilnehmer steigt von Jahr zu Jahr. Diesem Prozess ist leider momentan weder medizinisch noch technisch beizukommen. Da hilft nur eins: sich darauf einstellen und noch bewusster und vorsichtiger am Verkehr teilnehmen.

Nicht nur die Fahrer müssen mehr Verantwortung zeigen, auch die Fußgänger und Radfahrer sind in der Pflicht. Helle Kleidung wird zehn Meter eher erkannt als dunkle Kleidung. Radler sollten nochmals sicherstellen, dass die Räder ordnungsgemäß mit Reflektoren bestückt sind.

Vorsicht, Wildschweine!

Der Faktor Beleuchtung wird in Zukunft zusätzlich an Bedeutung gewinnen, wie Bastian Roet weiß: «Aktuelle Mobilitätsstudien beweisen klar: Die Gesellschaft diversifiziert sich, und mit ihr der Verkehr. Längere Ladenöffnungszeiten, Nachtarbeit und so weiter – immer mehr Verkehrsbewegungen verlagern sich in die dunkle Tageszeit.»

Zu guter Letzt ein ungewöhnlicher Tipp für alle Fernreisenden: Lassen sie möglichst keine Essensreste an Raststätten oder deren Mülleimern zurück. Denn Wildschweinrotten haben ein feines Näschen und legen bei so viel Futtergeruch auch ihre Scheu vor dem Menschen ab. Die Folge sind Wildunfälle, weil die Borstentiere so in die Nähe menschlicher Fahrbahnen gelockt werden. Auf ihren angestammten tierischen Routen sind die Schweine sicherer. Und wenn sie dort bleiben, sind es Autofahrer auch.

fme/news.de
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Veronika...: ... der Herbst ist da » Auto » Nachrichten

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