Aus drei mach eins mal X
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Tribut an die Zeit: Auch Premiummarken wie Audi und BMW backen jetzt kleinere Brötchen. Die Konsequenz ist ein noch kleineres SUV, der BMW X1. Typisch BMW ist der hohe Preis. Platzangebot und Verbrauch gehen in Ordnung.
«Keiner verkauft mehr Allradmodelle im Premium-Segment als wir», freut sich BMW-Chef Norbert Reithofer. Jedes fünfte Auto mit Niere am Grill ist ein X-Modell, und den Löwenanteil daran haben die SUV. Der X5 fand seit seiner Markteinführung mehr als 900.000 Käufer, der X3 bringt es auf knapp 550.000 Verkäufe und der neue X6 auf etwas über 53.000. Nun hoffen die Münchner, dass der kleine X1 die Erfolgsgeschichte fort schreibt.
Einen Vorteil hat das Auto, das im Leipziger BMW-Werk vom Band läuft, in jedem Fall: Es kommt genau zur rechten Zeit. Große Geländewagen schwächeln, doch das Segment der kleinen Kraxler hat Potenzial. Schließlich paaren sich dort die Vorteile eines SUV mit einem akzeptablen Verbrauch und halbwegs stadttauglichen Ausmaßen. BMW rechnet damit, dass sich rund 70 Prozent der X1-Käufer für ein Allradmodell entscheiden. Wer Geld und Sprit sparen will, bekommt das SUV auch mit Hinterradantrieb. Damit das nicht ganz so nackt klingt, erhält der Wagen dann den Zusatz «sDrive».
Entwickelt wurde der X1 auf der Plattform des 3er Touring, beide Fahrzeuge haben den gleichen Radstand. Als Fahrer oder Passagier fühlt man sich im X1 auch keineswegs wie in einem 1er: Der Platz hinterm Volant und auf dem Beifahrersitz ist ordentlich, und auch im Fond können Erwachsene bequem sitzen. Die Kopffreiheit hat sogar das Prädikat «üppig» verdient. Die Ablage in der Mittelkonsole ist ziemlich klein ausgefallen.
Praktisch ist das Fach hinter dem Schalthebel, wo normalerweise der Aschenbecher sitzt: Statt der vom 1er und 3er gewohnten Liliputaner-Ablage wartet endlich ein großes Fach auf Handy, Blackberry und Co. Der Kofferraum hat eine erträglich hohe Ladekante und fasst 420 Liter. Bei umgelegten Rücksitzen klettert das Fassungsvermögen auf 1350 Liter. Unter der Gepäckraumabdeckung steckt eine Ablagenwanne mit kleinen Kunststoffwänden zur Raumeinteilung.
Die Preisliste des X1 startet bei 29.550 Euro für den sDrive18d (143 PS). Der xDrive20d mit 177 PS und Allradantrieb schlägt mit 34.400 Euro zu Buche. Ein 3er Touring mit der gleichen Motorisierung und Allrad kostet 38.050 Euro. Zur Serienausstattung des X1 gehören unter anderem Klimaanlage, Lederlenkrad, Nebelscheinwerfer und CD-Radio. In allen Modellen an Bord ist zudem BMWs Effizienz-Paket mit Schaltpunktanzeige, Bremsenergierückgewinnung und Start-Stopp-Automatik (beim Handschalter).
Neben der BMW-üblichen Optionsliste mit gepfefferten Aufpreisen gibt es reichlich Zubehör: Von verschiedenen Dachboxen über Ski- und Surfboard-Halterungen bis zum Hundesicherheitsgeschirr stehen zahlreiche Extras parat, mit denen man das Auto für die persönlichen Freizeit- und Outdoor-Aktivitäten aufrüsten kann.
Noch steht der X1 ziemlich allein auf weiter Flur. Echte Gegenspieler wie der Q3 von Audi sind erst in der Entwicklung, die meisten «Downsizing»-SUV der Konkurrenz fallen ein wenig größer aus. Am besten lässt sich der X1 noch mit dem Mercedes GLK vergleichen, auch wenn das Design der beiden Autos unterschiedlicher nicht sein könnte. Den kantigen Benz gibt es mit 170 PS-Diesel ab 36.295 Euro, mit Allradantrieb werden es 40.579 Euro. Einen VW Tiguan 2.0 TDI mit 170 PS und Allrad bekommt man ab 31.950 Euro. Beim Volvo XC60 2.4 D (175 PS) ist man ab 32.900 Euro dabei.
sgo/kab/news.de/pi
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