BMW wagt sich mit einem imposanten Edel-Kreuzer auf neues Terrain. Das ist heutzutage nichts Aufsehenerregendes mehr. Der massige Klotz ist vor allem Ausdruck einer manischen Innovationssucht auf der Jagd nach neuen Märkten.
«Was haben wir uns bei diesem Auto gedacht?», fragte Erhard Frank, BMW-Baureihenleiter für den 5er, 6er und 7er, bei der Fahrpräsentation des neuen 5er GT in die Runde. Und damit war er nicht allein.
Ist es ein Familienkombi? Wohl kaum - zu breit, zu sehr auf Luxus getrimmt und viel zu teuer. Ein SUV? Dazu fehlt der Allradantrieb. Eine Coupé-Limousine? Dafür ist der Wagen einfach zu plump, und auch das Kombi-Heck passt nicht dazu.
Natürlich hatte Frank auf seine Frage eine Antwort parat: Eine Coupé-hafte Limousine mit enormem Raumgefühl und überraschender Funktionalität sei der 5er GT. Zumindest die letzten beiden Punkte stimmen.
Wie auch die R-Klasse von Mercedes ist der fünf Meter lange, 1,9 Meter breite und 1,6 Meter hohe 5er GT (GranTurismo) primär als luxuriöser Viersitzer konzipiert. Die beiden Fond-Sitze lassen sich in Längsrichtung verschieben, was den Fahrgästen eine enorme Kniefreiheit beschert. Zudem kann man die Lehne ein gutes Stück nach hinten klappen und den Sitz auf einer Querschiene verschieben.
Baureihenleiter Erhard Frank ist vom Erfolg des 5er GT überzeugt. «Wir betreten Neuland und zeigen unternehmerischen Mut», sagt der BMW-Mann. Zweifler weist Frank auf das Jahr 1999 hin. Da brachte BMW ein neues Fahrzeugkonzept auf den Markt, das ebenfalls für viele Diskussionen sorgte. Doch der Geländewagen X5 wurde zu einem Verkaufsschlager für die Bayern.
Erfahren Sie mehr über den Bayernmix in unserer Bilderstrecke.
sgo/mat/news.de/pi