Das kann ja heiter werden: Pünktlich zum Beginn der Sommerreisewelle 2009 gibt es mehr Autobahnbaustellen als jemals zuvor. Grund dafür sind die Staatshilfen aus dem Konjunkturprogramm II. Besonders die Nord-Süd-Routen sind von den Baumaßnahmen betroffen.
Die Gesamtlänge der Autobahnbaustellen in Deutschland hat die 2000-Kilometer-Marke überschritten. Am Stichtag 8. Juli gab es 476 Baustellen, die zusammen rund 2018 Kilometer lang waren, teilt der Auto Club Europa (ACE) in Stuttgart mit.
Seit Ende Mai sei das Baustellennetz damit um gut 105 Kilometer gewachsen. Gleichwohl sieht der Automobilclub jetzt den «Höhepunkt des Baubooms erreicht».
«Es gibt mehr Autobahnbaustellen als jemals zuvor,» so Rainer Hillgärtner, Sprecher des ACE.
Die Gründe dafür seien politischer Natur: «Durch das Konjunkturprogramm II der Bundesregierung sind zusätzliche Gelder frei geworden. Viele lange aufgeschobene Bauprojekte wurden deshalb auf einen Schlag begonnen,» so Hillgärtner weiter.
Besonders viele Baustellen gibt es nach ACE-Angaben weiter auf den Fernverbindungen A1und A7. Von den 732 Kilometern der A1 zwischen Saarbrücken und Puttgarden auf Fehmarn sind in jeder Fahrtrichtung etwa 123 Kilometer von Bauarbeiten betroffen.
Auf der 946 Kilometer langen A7 zwischen Flensburg und Füssen sind es in beide Richtungen jeweils mehr als 135 Kilometer. Laut ACE bilden sich in Baustellen in Deutschland täglich Staus mit einer Gesamtlänge von 250 Kilometern.
sgo/mat