Mitsubishi Outlander Multikulti-SUV

Der Kämpfer (Foto)
Kann, muss aber nicht: Für die große Querfeldein-Tour ist der Outback geeignet. Bild: news.de

Von allem etwas: Der Outlander teilt sich die Karosse mit französischen Konkurrenten und setzt auf ein Diesel-Aggregat aus dem Hause Volkswagen. Die optischen Anleihen zum großen Bruder Pajero gefallen und auch Qualität und Preise stimmen.

Der neue Mitsubishi Outlander (der in anderem Gewande bei Peugeot 4007 und bei Citroën C-Crosser heißt) ist ein solider Mix aus Beinahe-Geländewagen und Kombi-Van - also dem, was ein SUV ausmacht.

Die Marketingexperten bei Mitsubishi sehen als Hauptkriterien für den Kauf eines SUV: Design, Flexibilität und Raumangebot. Die Geländetauglichkeit dagegen spiele eine eher untergeordnete Rolle.

Das Outfit des Mitsubishi Outlander gefällt denn auch schon auf den ersten Blick: Klare Karosserielinien, ausgeprägte Radhäuser und eine leichte Keilform geben ihm ein sehr eigenständiges Äußeres.

Die Frontpartie im Stil eines Mitsubishi Pajero Evo erinnert an so manch eindrucksvollen Dakar-Sieg. Die Heckansicht verstärkt diesen Eindruck nur noch. In Sachen Flexibilität fällt im Innenraum als erstes die dritte Sitzreihe auf - für einen Wagen von 4,64 Metern Länge nicht ganz alltäglich.

Der Outlander verfügt über 541 bis 1691 Liter Ladevolumen. So sind auch komplette Möbel zu transportieren - sofern man sie über die 60 Zentimeter Ladekante bekommt. Insgesamt verkraftet der Familien-SUV 630 Kilogramm Zuladung. Das restliche Raumangebot ist ordentlich.

Armaturenbrett, Mittelkonsole und Türverkleidungen sind von großen Kunststoffflächen geprägt, die durch einige aluminiumfarbene Applikationen immerhin etwas aufgelockert werden. Das ist nicht gerade chic, aber allemal pflegeleicht. Mittelkonsole und Cockpit sind klar strukturiert. Fast alle Bedienelemente und Anzeigen sind dort, wo man sie vermutet.

Der elektronisch geregelte Allradantrieb (AWC) mit variabler Kraftverteilung wurde von Mitsubishi für den Outlander und seine französischen Brüder neu entwickelt und bietet reinen Frontantrieb, Allradantrieb und Allradantrieb mit gesperrtem Mittendifferential.

Dass der Mitsubishi Outlander kein Fahrzeug für Wald und Flur ist, wird auf verschlammten Feldwegen schnell klar. Doch zum Steinbruch oder Baggersee kommt man durchaus - auch ohne Wege. Denn im Gegensatz zu echten Offroadern wiegt der SUV gerade mal 1,7 Tonnen.

Unter der Motorhaube des Outlander 2.0 DI-D findet sich keine Neuentwicklung von Mitsubishi, sondern ein alter und lautstarker Bekannter aus Wolfsburg: der 2-Liter-Turbodiesel mit Direkteinspitzung, Ladeluftkühler und Partikelfilter.

Der größere 2,2 Liter Diesel aus dem PSA-Regal wurde mittlerweile nachgereicht und ist die bessere Wahl. Der VW-Motor geht mit 140 PS und einem Drehmoment von 310 Newtonmetern recht souverän zu Werke.

Mit dem serienmäßigen Sechsganggetriebe ist der Spurt von 0 auf Tempo 100 in 10,8 Sekunden absolviert, ab Tempo 187 haben dann auch 140 Pferde dem Luftwiderstand nichts mehr entgegenzusetzen. Obwohl damit nicht gerade übermotorisiert, lässt sich die japanisch-deutsche Kombination recht flott durch alle Verkehrslagen bewegen.

Der Outlander kann schon durch seine indirekte Lenkung eine gewisse Trägheit in den Reaktionen nicht verhehlen. Die Straßenlage jedoch ist ordentlich. Trotz etwas unruhigem Geradeauslauf absolviert der SUV Landstraßen absolut problemlos, auch wenn sie kurviger sind.

Für regnerische Tage empfiehlt sich der Allradmodus, allerdings wird die zusätzliche Sicherheit durch mehr Kraftstoffverbrauch erkauft. Der lag im Testbetrieb bei 6,9 bis 7,5 Liter pro 100 Kilometer, je nach Häufigkeit von Autobahn- und Gelände-Einsätzen - für so ein Fahrzeug durchaus akzeptabel.

Die Sicherheitsausstattung ist mit ABS, elektronischer Bremskraftverteilung, ESP, Airbags, Kindersitzbefestigungen und Fahrlichtautomatik gut. Die Basisausstattung namens Inform des Mitsubishi Outlander 2.0 DI-D kostet ab 28.990 Euro und verfügt unter anderem über elektrische Spiegel, Klimaautomatik und CD-Player. Für mehr Komfort muss die höherwertige Ausstattungslinie Instyle für 35.190 Euro geordert werden.

sgo

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