Bald müssen alle Neufahrzeuge in der EU mit modernen Leichtlauf-Reifen ausgestattet werden. Doch auch eine Nachrüstung bei Gebrauchten macht Sinn - und schont außerdem den Geldbeutel und die Umwelt.
Eine neue EU-Verordnung macht spritsparende Reifen schrittweise ab 2011 bei Neuwagen zur Pflicht. Ein Umstieg lohnt sich aber schon heute, wie die Verbraucherzentrale Sachsen rät. Nach Angaben des Umweltbundesamtes lassen sich dadurch bis zu sechs Prozent Sprit und Kohlendioxid einsparen.
Leichtlaufreifen mit geringerem Rollwiderstand seien schon heute erhältlich und lägen preislich auf dem gleichen Niveau wie andere Qualitätsreifen. Allerdings fehlten noch klare Kennzeichnungen. Lediglich das Umweltzeichen «Blauer Engel» könne einen ersten Aufschluss bieten, erklären die Experten.
In der EU-Verordnung seien auch Systeme zur Drucküberwachung vorgesehen, mit denen bisher jedoch nur Autos der Oberklasse ausgestattet seien. Am besten spare man bei einem Reifendruck von 0,2 bis 0,3 bar über der Empfehlung des Herstellers.
Im statistischen Mittel verbrauche ein Auto in Deutschland 7,8 Liter pro 100 Kilometer und werde im Jahr 15.000 Kilometer bewegt. Bei 1,20 Euro für einen Liter Super könnten laut Schätzungen bei einem Fahrzeug mit Leichtlaufreifen, richtigem Reifendruck, Verzicht auf unnötiges Gepäck und spritsparender Fahrweise bis zu 20 Prozent Kohlendioxid und 280 Euro jährlich eingespart werden.
sgo/ruk