Auch wenn einige Hersteller abgesagt haben: Die IAA lockt mit vielen Neuheiten. «News.de» gibt heute und morgen einen ersten Überblick über neue Sparer, Sportler und Schwergewichte. Heute von A wie AMG bis J wie Jaguar.
AMG wird als Highlight der Messe seinen ersten eigenen Sportwagen präsentieren. Der Mercedes SLS AMG ist eine Reminiszenz an den Flügeltürer-SL aus den 50ern.
Bei ersten Testfahrten auf dem Sachsenring konnte man sich schon davon überzeugen, dass der 571 PS starke Flitzer ein reinrassiger Sportwagen ist und nicht nur ein schneller Cruiser. Mit Preisen um 160.000 Euro wird der SLS für viele ein Traum bleiben. Geplant ist außerdem eine Version mit reinem Elektroantrieb.
Hängende Zungen dürfte es auch vor dem Stand von Audi geben, denn dort soll der R8 Spider Premiere feiern. Die offene Version des Mittelmotorrenners soll 2010 in den Handel kommen. Als Deutschlandpremiere zeigt Audi zudem den A5 Sportback.
Wer in der Wirtschaftskrise seinen Reichtum nicht verloren hat, sollte bei Bentley vorbeischauen. Zum 90. Geburtstag der Marke gönnen sich die Briten ein völlig neues Modell. Details gibt es einen Monat vor der Messe beim Concours D'Elegance in Pebble Beach, Kalifornien. Mit seinem Luxuskreuzer will Bentley den «Grand Touring Spirit» wieder einfangen, der in den 20er Jahren das Markenimage geprägt hat.
BMW rundet seine SUV-Modellpalette nach unten ab und zeigt in Frankfurt den X1. Mit 4,46 Metern Länge und 1,5 Tonnen Gewicht ist der X1, der auf der Plattform des 3er Touring entwickelt wurde, ein gutes Stück kleiner als der X3. Mit einem Verbrauch um 5,2 Liter beim Basisdiesel soll der X1 zudem einer der sparsamsten Vertreter der SUV-Gattung werden. Ebenfalls zu sehen ist der aus Genf bekannte Schrägheckriese 5er GT. Und vielleicht verrät BMW in Frankfurt ja auch noch ein paar Details zum geplanten Elektroauto «Megacity Vehicle».
Bei Citroën wird der neue C3 alle Blicke auf sich ziehen. Bislang verkaufte sich der kleine Franzose schon zwei Millionen Mal, ab November 2009 soll die jüngste Version daran anknüpfen. Charakteristisch und gleichzeitig typisch französisch ist die riesige Frontscheibe mit dem passenden Namen Zenith, die sich fast bis zur B-Säule zieht. Der Wagen ist 3,94 Meter lang, hat einen 300 Liter großen Kofferraum und soll mit einem 90 PS starken Dieselmotor besonders wenig Kraftstoff verbrauchen.
Bei Hyundai gibt es den ix35 zu bewundern, der Nachfolge-SUV des Tucson. Außerdem haben die Koreaner den Santa Fe überarbeitet. Einen weiteren Schwerpunkt bei Hyundai werden umweltfreundliche Sparmodelle bilden.
Echte Neuheiten bei Ferrari haben Seltenheitswert, deshalb ist der 458 Italia eine kleine Sensation. Der Nachfolger des F430 ist ein zweisitziger Berlinetta, dessen betörend schönes Kleid einmal mehr von Pininfarina entworfen wurde. Angetrieben wird die 4,5 Meter lange Flunder von einem 5-Liter-V8-Motor mit 570 PS und einem maximalen Drehmoment von 540 Newtonmetern. Die Tachonadel kommt erst bei 325 Kilometern pro Stunde zum Stehen, die Kraftübertragung übernimmt ein Siebengangdoppelkupplungsgetriebe.
Besonders nobel gibt man sich bei Jaguar. Der runderneuerte XJ bricht radikal mit dem Design des Vorgängers und orientiert sich mit seinem coupéhaften Auftritt weniger an S-Klasse oder 7er als vielmehr an Quattroporte und Panamera. Das Einstiegsmodell hat einen Dreiliterdiesel unter der Haube und soll 76.900 Euro kosten.
Lesen Sie morgen den zweiten Teil des IAA-Vorabchecks – von L wie Land Rover bis V wie Volkswagen.
Weiterführende Links:
Kommentar zur Shanghai Autoshow: Die Karawane zieht weiter
Autoshow Shanghai: Das Auswärts-Heimspiel
Ami 2009: Die zwei Gesichter der Ami
Ami 2009: Der Glanz der Krise