BMW X6 xDrive 35d Hartge Hurtiges von Hartge

Symbiose aus Sport, Luxus und Diesel: der BMW X6 xDrive 35d aus dem Hause Hartge. (Foto)
Symbiose aus Sport, Luxus und Diesel: der BMW X6 xDrive 35d aus dem Hause Hartge. Bild: hartge

Ein BMW mit Powerdiesel? Als die Münchner einen 306 PS-starken Selbstzünder ankündigten, konnte man im saarländischen Beckingen nur schmunzeln: BMW-Tuner Hartge hat einen 328 PS starken X6 Diesel bereits im Programm. Und was für einen.

Achtzylinder-Diesel sind bei BMW out und sollen durch doppelt aufgeladene Sechszylinder-Diesel ersetzt werden. Der BMW 740d leistet denn auch dank variabler Turbolader 306 PS und 600 Newtonmeter (Nm). Später soll der Kraftprotz auch in anderen Modellen zum Einsatz kommen.

Dass dies aber selbst für einen drei Liter großen Commonrail-Diesel nicht das Ende der sportlichen Fahnenstange ist, zeigt der BMW X6 xDrive 35d des saarländischen Tuners Hartge.

Der langjährige BMW-Veredler hat sich vor einiger Zeit den ebenso dynamischen wie umstrittenen X6 vorgenommen. Bereits der erste Auftritt des schwarzen Ungetüms ist Angst einflößend. Denn Hartge`s X6 bekam nicht nur mehr Leistung, sondern eine komplettes Rennoutfit. Front- und Heckschürze geben dem bereits im Serienzustand alles andere als zahm aussehenden BMW ein wuchtiges Äußeres.

Dabei fallen besonders die ausgestellten Radhäuser ins Auge. In den Radkästen selbst finden sich gewaltige 22-Zöller. Die 10,5 Zoll-Felgen vorn sowie 12 Zoll hinten mit 295er beziehungsweise 335er Reifen machen es dem Piloten im sportlich modifizierten Cockpit einfach, die Motorleistung auf die Piste zu bringen. Dank verschiedener Maßnahmen an Motorelektronik und Turboaufladung gab es für das SUV-Coupé eine Leistungsspritze von über 40 PS.

Nach erfolgreichem Umbau leistet der Commonrail-Diesel 328 PS. Das maximale Drehmoment stieg auf 675 Nm bei 2.000 Kurbelwellenumdrehungen. Herbert Hartge weiß, was er tut. Seit über 30 Jahren werkelt der ehemalige Rennfahrer erfolgreich an sportlichen BMW-Modellen herum. Waren es einst besonders die 3er BMW, denen er die Sporen gab, so erfreuen sich längst die großen SUV besonderer Beliebtheit.

«Unsere Kunden kommen aus den USA, Europa oder Asien», erzählt Gilles Petit von der Herbert Hartge GmbH. «Die meisten kaufen ihren Wagen neu bei BMW und bringen ihn dann direkt zu uns. Doch selbstverständlich kann man auch bei uns direkt die kompletten Autos kaufen.»

Das Leistungsplus macht sich besonders in der Beschleunigung des X6 Hartge bemerkbar. Statt der gewöhnlichen 6,9 Sekunden braucht der X6 35d im Sporttrimm eine ganze Sekunde weniger. Die Höchstgeschwindigkeit bleibt jedoch trotz der Vitaminspritze knapp unter der 250-km/h-Marke. Wenn etwas fehlt, dann ist es Power bei hohen Drehzahlen. Der Wagen ist und bleibt eben ein Diesel.

Wer mehr will: Hartge verleiht auch den starken X6-Benzinern Flügel. Insbesondere die sportliche Fahrwerksabstimmung steht dem erstarkten X6 gut. Die Sportfedern mit einer entsprechenden Niveauregulierung für die Hinterachse sorgen zusammen mit den breiten Sportwalzen und einer 30-Millimeter-Tieferlegung für eine beeindruckende Kurvenlage. Wären da nicht die knapp 2,2 Tonnen Leergewicht, man hätte Zweifel daran, in einem SUV zu sitzen.

Das ohnehin sportliche Innenraumambiente des BMW X6 xDrive 35d wird in der Firma des 64-jährigen Firmengründers Herbert Hartge ebenfalls verändert. Die Karbon-Applikationen an Lenkrad, Innenraumleisten und Verkleidungen sind Geschmacksache, erfreuen sich jedoch bei der internationalen Kundschaft großer Beliebtheit. Gleiches gilt für den Aluminium-Pedalsatz und den an sich überflüssigen 300-km/h-Tacho mit roten Zeigern. Doch der Tuning-Kunde will schließlich zeigen, dass man mehr Leistung unter der Haube hat als die Serienversion.

So viel Exklusivität und Sportlichkeit hat ihren Preis. Das karg ausgestattete Basismodell des BMW X6 xDrive 35d kostet ab 64.152 Euro. Der Komplettumbau inklusive der entsprechenden Leistungssteigerung auf 328 PS macht den Hartge-X6 mindestens 97.959 Euro teuer.

Weiterführende Links:

BMW 118i Cabriolet: Ödchen an die Freude
BMW X1: Oktober-Evolution
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Aus dem Netz:

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sgo/ruk/news.de/pi

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